Integration: Merkel setzt sich für Schweinebraten ein

Aktualisiert

IntegrationMerkel setzt sich für Schweinebraten ein

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft Migranten zu Toleranz auf – auch gegenüber deutschen Essgewohnheiten.

von
woz
«Die Toleranz gehört schon dazu, dass wir uns in unseren Essgewohnheiten jetzt nicht verändern müssen»: Angela Merkel, hier beim Nato-Gipfel in Warschau. (8. Juli 2016)

«Die Toleranz gehört schon dazu, dass wir uns in unseren Essgewohnheiten jetzt nicht verändern müssen»: Angela Merkel, hier beim Nato-Gipfel in Warschau. (8. Juli 2016)

Keystone

«Man muss darauf achten, dass die Vielfalt unserer Angebote, wie wir sie gewöhnt sind, weiterhin erhalten bleibt», sagt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer neuen Video-Botschaft. Sie ruft Migranten zu Toleranz gegenüber deutschen Essgewohnheiten wie dem Verzehr von Schweinefleisch auf.

Die Gesellschaft könne respektieren, wenn jemand bestimmte Bräuche oder bestimmte Regeln habe. «Auf der anderen Seite darf das natürlich nicht zu einer Einschränkung führen für die, die andere Regeln haben», betonte die Kanzlerin.

Merkel bezog sich auch auf Vorschläge, aus Rücksicht auf Muslime in Schulkantinen keine Speisen mit Schweinefleisch mehr anzubieten. «Die Toleranz gehört schon dazu, dass wir uns in unseren Essgewohnheiten jetzt nicht verändern müssen», sagte sie. Aber es sei im Gegenzug durchaus angebracht, darauf hinzuweisen, wo Schweinefleisch verwendet wird.

Merkel lobte das jüngst beschlossene Integrationsgesetz als Chance für Deutschland. Das Thema Integration sei als Angebot an Migranten zu verstehen, aber auch als Erwartung, «dass sie die deutsche Sprache lernen und dass sie sich an unsere Gesetze halten». (woz/sda)

Deine Meinung