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Corona-Mutation Merkel will Lockdown bis Ostern

Deutschland befindet sich derzeit im Lockdown. Dieser könnte laut Medienberichten mehrere Wochen verlängert werden.

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Die deutsche Bundeskanzlerin sieht die britische Corona-Mutation mit grosser Sorge. 

Die deutsche Bundeskanzlerin sieht die britische Corona-Mutation mit grosser Sorge.

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An einer internen Sitzung sprach sie sich für einen Lockdown bis Ostern aus. 

An einer internen Sitzung sprach sie sich für einen Lockdown bis Ostern aus.

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«Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine 10-fache Inzidenz», so die Kanzlerin. 

«Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine 10-fache Inzidenz», so die Kanzlerin.

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Darum gehts

  • Bundeskanzlerin Merkel kämpft für eine Verlängerung des Lockdowns.

  • Der Grund liegt in der britischen Mutation des Virus.

  • Laut Merkel braucht es noch 8-10 Wochen mit harten Massnahmen.

Bis zum 31. Januar befindet sich Deutschland noch im Lockdown. Eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen. Wie die «Bild» schreibt, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel an einer internen Sitzung gesagt: «Wir brauchen noch 8-10 Wochen harte Massnahmen!»

Ein Lockdown bis Ostern ist für Merkel aufgrund der Coronamutation aus Grossbritannien eine Option. Die Kanzlerin weiter: «Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine 10-fache Inzidenz.»

41’577 Tote in Deutschland

In Deutschland sind binnen eines Tages rund 12’800 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 12’802 Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland seit Pandemie-Beginn stieg damit auf 1’933’826.

Nach den Angaben des RKI wurden zudem 891 Todesfälle durch die Pandemie innerhalb von 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 41’577.

Impfplicht für Plegekräfte?

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat eine von dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) ins Spiel gebrachte Diskussion über eine Impfpflicht für Pflegepersonal und Mediziner strikt abgelehnt. «Im Moment über eine Impfpflicht zu spekulieren, verbietet sich», sagte Heil am Dienstag den Sendern RTL und ntv. Er halte den in Deutschland eingeschlagenen Weg für richtig, auf eine zwangsweise Impfdurchsetzung zu verzichten.

Söder warb am Dienstagmorgen erneut für seinen Vorschlag, den Deutschen Ethikrat mit der Erörterung einer Impfpflicht für das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen zu befassen. Es müsse überlegt werden, wie der Schutz für die «besonders hochsensiblen Bereiche wie die Alten- und Pflegeheime» erhöht werden müsse, sagte er am Dienstag im ZDF-»Morgenmagazin». Dort liessen sich «zu wenige» Pflegekräfte impfen. Nötig sei deshalb eine «ethische Debatte".

Es gebe auch in anderen Bereichen bereits eine Impfpflicht, etwa bei Masern, fügte Söder an. Nach seinen Erkenntnissen herrsche Impfskepsis vor allem unter dem Personal in Pflegeheimen, in den Krankenhäusern sei die Situation besser. Dies sei seiner Meinung nach auch auf die massive Verbreitung von «Fake News» im Internet zurückzuführen. Erforderlich sei eine breite Aufklärungskampagne. Es gehe bei Impfungen schliesslich um den «Schutz des Nächsten».

(fss/dpa)

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