Aktualisiert 10.10.2005 10:32

Merkel wird Kanzlerin - dafür mehr SPD-Minister

Nach tagelangem Schweigen über die Zusammensetzung einer grossen Koalition in Deutschland dringen nach Angaben von ZDF, ARD und der Nachrichtenagentur dpa in Berlin erste inoffizielle Informationen nach aussen.

Damit ist der Weg für Angela Merkel frei. Bei einem zweiten Spitzengespräch in der Nacht hätten sich CDU/CSU und SPD offenbar geeinigt, dass die Union als grösste Fraktion das Kanzler-Amt besetzt, meldete auch das ZDF.

Im Gegenzug erhält die SPD nach dpa-Informationen mehr Ministerien als die Union. Diese stellt aber den Bundestags- Präsidenten. Die SPD sollte danach acht Ministerien bekommen, CDU und CSU sechs und das Kanzleramts-Ministerium. Gerhard Schröders Rolle blieb offen.

Nach dpa-Informationen soll die SPD das Aussenministerium bekommen sowie die Ministerien für Finanzen, Entwicklung, Justiz, Gesundheit, Umwelt, Verkehr sowie Arbeit und soziale Sicherheit.

Die Union bekomme die Ressorts Verteidigung, Inneres, Wirtschaft und Zukunftstechnologie, Agrar und Verbraucherschutz, Bildung und Forschung sowie Familie. Vier sollen an die CDU gehen, zwei an die CSU. Nach Angaben des CSU-Präsidiums soll Edmund Stoiber Wirtschaftsminister werden.

Am Vormittag informierten beide Seiten zunächst ihre Partei- Präsidien. Nach einem dritten Spitzengespräch um 11.00 Uhr wollen Union und SPD um 14.30 Uhr getrennt die Öffentlichkeit informieren.

(sda)

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