Merkel zu Besuch in Afghanistan

Aktualisiert

Merkel zu Besuch in Afghanistan

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Samstag überraschend zu ihrem ersten Afghanistanbesuch in Kabul eingetroffen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen traf sie mit Präsident Hamid Karsai zusammen.

Zuvor hatte sie sich im Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe (ISAF) unter anderen in Gesprächen mit dem Kommandanten Dan McNeill, und dem UNO-Sonderbeauftragten, dem Deutschen Tom Koenigs, über die Sicherheitslage und den Wiederaufbau informiert.

Die Reise der Kanzlerin war aus Sicherheitsgründen bis zuletzt geheimgehalten worden. Zuletzt hatte mit Gerhard Schröder im Jahr 2004 ein deutscher Regierungschef Afghanistan besucht.

Nach der Landung sagte Merkel, dass sie sich bei ihrem Besuch «aus erster Hand» informieren wolle. «Wichtig ist für mich vor allem das Gespräch mit den deutschen Soldaten und den Aufbauhelfern», sagte die Kanzlerin.

Besuch in Masar-i-Scharif

Aus ihrer Delegation hiess es, das der Besuch insgesamt «ein Zeichen der Wertschätzung» gegenüber den in Afghanistan tätigen Deutschen, aber auch denen aus den anderen Nationen sei.

Auf ihrem Besuchsprogramm stand auch eine Visite des Hauptquartiers der deutschen ISAF-Truppe in Masar-i-Scharif. Der Bundestag hatte erst Mitte Oktober das Mandat für die 3500 Soldaten starke Truppe verlängert. Sie sollen den Wiederaufbau Afghanistans militärisch absichern.

Mit Schutzweste im Helikopter

Aus Sicherheitsgründen wurde Merkel nur von einer äusserst kleinen Delegation begleitet. In Kabul bewegte sie sich nur mit Militärhelikopter und gepanzerten Fahrzeugen. Im Helikopter trug sie zu ihrem Schutz eine Splitterschutzweste. Noch am Abend war die Rückkehr nach Berlin vorgesehen. (dapd)

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