Merkur zeigt erstmals den Rücken
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Merkur zeigt erstmals den Rücken

Die bislang unbekannte Seite des Merkur nimmt Konturen an: Auf einem von der NASA heute veröffentlichten Bild der Sonde «Messenger» präsentieren sich die erstmals fotografierten Regionen des sonnennächsten Planeten als kraterübersäte Landschaften.

«Messenger» hatte Merkur am Montagabend mitteleuropäischer Zeit in einer Höhe von nur knapp 200 Kilometern überflogen. Das nun von der NASA veröffentlichte Bild nahm die Sonde aus einer Entfernung von rund 27 000 Kilometern auf - 80 Minuten nach ihrer dichtesten Annäherung an den Planeten. Das Foto zeigt Oberflächendetails bis zu einer Grösse von zehn Kilometern.

Unter anderem ist oben rechts auf dem Bild das so genannte Caloris-Becken erstmals komplett zu sehen. Das riesige Becken, das laut NASA durch den Einschlag eines grossen Asteroiden oder Kometen auf dem Merkur entstand, erscheint heller als seine Umgebung und könnte daher aus einem anderen Material bestehen.

In seinem Inneren sind mehrere Krater mit einen ungewöhnlichen dunklen Rand auszumachen. Die Caloris-Region gilt laut der NASA als eines der grössten und vielleicht auch jüngsten Einschlagsbecken im Sonnensystem.

Die bis dato einzigen Aufnahmen des Merkur hatte vor mehr als 30 Jahren die NASA-Sonde «Mariner 10» zur Erde gefunkt.

(sda)

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