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Instrument beschlagnahmtMerz entschuldigt sich bei Geigerin

Der Schweizer Zoll hat zum Ärger Wiens eine wertvolle Geige beschlagnahmt. Bundesrat Hans-Rudolf Merz hat der betroffenen Stargeigerin nun sein Bedauern ausgedrückt.

Der Fall der am Zoll beschlagnahmten Guarneri-Geige hat die höchste Ebene erreicht: Bundesrat Merz hat sich per Brief entschuldigt, wie ein EFD-Sprecher am Samstag Angaben der «NZZ» bestätigte. Das Corpus Delicti, eine Guarnieri aus dem Jahr 1741 mit einem Schätzwert von 4,5 Mio. Euro, war Zöllnern am Flughafen Zürich Ende April aufgefallen. Es war im Gepäck der in Bern wohnhaften österreichischen Stargeigerin Patricia Kopatchinskaja, die es von der Österreichischen Nationalbank ausgeliehen bekommen hatte.

Weil die Geigerin für die Einfuhr der wertvollen Leihgabe keine Frei-Papiere dabei hatte und die geforderte Kaution von rund 400 000 Fr. nicht gleich hinterlegte, blieb die Geige beim Zoll. Die Bank liess sie später zurückholen. Der Geigerin droht derweil eine saftige Busse. Der Fall machte international Schlagzeilen.

Merz hat nun in seinem Brief an Kopatchinskaja nicht nur sein Bedauern ausgedrückt, sondern auch die geltenden Einfuhr-Vorschriften erläutert. Er wolle damit Verständnis für die daran gebundenen Beamtem am Flughafenzoll wecken, wie weiter zu erfahren war. (sda)

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