Mitarbeiter werden betreut: Messer-Attacke in Lugano wurde von Kameras gefilmt

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Mitarbeiter werden betreutMesser-Attacke in Lugano wurde von Kameras gefilmt

Im Manor in Lugano attackierte eine 28-Jährige am Dienstag zwei Frauen. Die Polizei hat die Videoaufnahmen konfisziert.

von
Denis Molnar
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Bei einem Messerangriff mit mutmasslich terroristischem Hintergrund wurden am Dienstag in Lugano zwei Frauen verletzt, eine davon schwer. 

Bei einem Messerangriff mit mutmasslich terroristischem Hintergrund wurden am Dienstag in Lugano zwei Frauen verletzt, eine davon schwer.

Rescue Media
Den Behörden war die Frau bekannt. «Dass die Bundesanwaltschaft 2018 kein Verfahren eingeleitet hat, war für mich ein klarer Fehler», sagt der SVP-Nationalrat Maruo Tuena. 

Den Behörden war die Frau bekannt. «Dass die Bundesanwaltschaft 2018 kein Verfahren eingeleitet hat, war für mich ein klarer Fehler», sagt der SVP-Nationalrat Maruo Tuena.

Tages-Anzeiger/Urs Jaudas
Für FDP-Nationalrätin und Juristin Christa Markwalder war der Entscheid zumindest fragwürdig. 

Für FDP-Nationalrätin und Juristin Christa Markwalder war der Entscheid zumindest fragwürdig.

Pressebild

Darum gehts

  • Am Dienstag hat eine 28-Jährige in Lugano zwei Frauen mit einem Messer attackiert.

  • Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) geht von einer terroristisch motivierten Attacke aus.

  • Die Tat wurde von Kameras aufgezeichnet.

Am Dienstag attackierte eine Frau in Lugano zwei Kundinnen. Eine Frau verletzte die 28-Jährige mit einem Messer schwer. Sie ist ausser Lebensgefahr. Die Angreiferin, welche in einen Jihadisten verliebt war und 2017 versuchte, nach Syrien zu reisen, konnte festgenommen werden.

Der Angriff wurde von Überwachungskameras gefilmt. «Die fünf Mitarbeitenden, welche den Tatvorgang im Rayon mitverfolgt haben, sind in psychologischer Betreuung», sagt Manor-Sprecher Fabian Hildebrand zum «Blick». Das Bildmaterial habe man aber nicht eingesehen. «Sie sind sofort von der Kantonspolizei konfisziert worden.»

Die mutmassliche Terroristin war den Behörden bekannt: Das Bundesamt für Polizei hatte 2017 gegen die Frau ermittelt. Die Bundesanwaltschaft verzichtete 2018 aber auf ein Strafverfahren. Dafür erntet sie von Parlamentariern Kritik.

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