Messerstecher von Burgdorf muss fünf Jahre hinter Gitter
Aktualisiert

Messerstecher von Burgdorf muss fünf Jahre hinter Gitter

Ein 22-jähriger Schweizer ist am Freitag in Burgdorf wegen einer Messerstecherei zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht befand ihn der versuchten, vorsätzlichen Tötung für schuldig.

Der Mann hatte am 29. August 2006 den Ex-Freund seiner Partnerin ohne Vorwarnung niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Der Täter war alkoholisiert und stand unter Drogen.

Mit seinem Urteil folgte das Gericht weitgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft, die eine Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren gefordert hatte. Die Verteidigung hatte lediglich auf einfache Körperverletzung plädiert und eine zweijährige Freiheitsstrafe, wovon ein halbes Jahr unbedingt, beantragt.

Es sei erwiesen, dass der Täter kurz vor der Tat gegenüber Dritten angedeutet habe, dass dem späteren Opfer etwas passieren würde. Den Entschluss zuzustechen, habe er dann einige Momente vor der Tat auf einer Terrasse in der Nähe gefasst.

Der Mann habe eventualvorsätzlich gehandelt und wissentlich den Tod des Opfers in Kauf genommen. Es sei reines Glück, dass der Niedergestochene den Angriff überlebt und keine bleibenden Schäden davongetragen habe, begründete der Gerichtspräsident das Urteil.

(sda)

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