3 Tote bei Messerattacke in Würzburg - Täter (24) tötet 3 Passanten – er war in psychiatrischer Behandlung
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3 Tote bei Messerattacke in WürzburgTäter (24) tötet 3 Passanten – er war in psychiatrischer Behandlung

In der Würzburger Innenstadt ist es zu einem Gewaltverbrechen gekommen. Ein 24-jähriger Mann hat mit einem Messer mehrere Personen angegriffen.

von
Konstantin Furrer
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Bei einer Messerattacke in Würzburg sind am 25. Juni 2021 drei Menschen getötet und fünf verletzt worden. Mindestens zwei Opfer schwebten nach der Tat in Lebensgefahr.

Bei einer Messerattacke in Würzburg sind am 25. Juni 2021 drei Menschen getötet und fünf verletzt worden. Mindestens zwei Opfer schwebten nach der Tat in Lebensgefahr.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Videos auf Twitter zeigen den Täter, wie er barfuss und mit einem langen Messer in der linken Hand durch die Innenstadt geht. 

Videos auf Twitter zeigen den Täter, wie er barfuss und mit einem langen Messer in der linken Hand durch die Innenstadt geht.

Screenshot Twitter
Ein Mann ging mit einem Besen auf den 24-Jährigen los, andere waren mit Holzstühlen in der Hand zu sehen.

Ein Mann ging mit einem Besen auf den 24-Jährigen los, andere waren mit Holzstühlen in der Hand zu sehen.

Screenshot Twitter

Darum gehts

  • Mitten in der Innenstadt von Würzburg griff ein Mann mit einem Messer mehrere Menschen an.

  • Drei Menschen wurden getötet.

  • Beim mutmasslichen Täter handelt es sich um einen 24-Jährigen, der in der Stadt wohnhaft ist.

In Würzburg ist es am Freitagnachmittag zu einer Messerattacke in der Innenstadt gekommen. Dabei wurden drei Menschen getötet und mindestens zehn verletzt – fünf davon schwer. Nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann wurde auch ein kleiner Junge verletzt. Sein Vater sei wahrscheinlich getötet worden, sagte der CSU-Politiker.

Nach Polizeiangaben handelt es sich beim Täter um einen 24-jährigen Somalier, der in Würzburg wohnhaft ist. Der Verdächtige wurde am frühen Abend von Polizeibeamten überwältigt und festgenommen, hiess es. Der Täter wurde laut «Bild»-Zeitung durch einen Schuss in den Oberschenkel von der Polizei gestoppt. Laut dem bayerischen Staatssekretär Gerhard Eck wurde der Mann mit einem «glatten Durchschuss» niedergestreckt. Der Verdächtige befindet sich ausser Lebensgefahr.

Amoklauf, Anschlag oder Tat eines Verwirrten?

Er sei in den vergangenen Monaten bereits gewalttätig gewesen und psychisch aufgefallen, sagte Innenminister Herrmann weiter. Erst vor einigen Tagen sei er wohl in eine psychiatrische Behandlung eingewiesen worden. Nach Polizeiangaben lebte der Mann zuletzt in einer Obdachlosenunterkunft.

Wie die «Bild» weiter schreibt, habe der 24-Jährige kurz vor der Tat in einer Woolworth-Filiale gefragt, wo es in dem Laden Messer gebe – dann habe er eines genommen und begonnen, wahllos auf Menschen einzustechen. In einem Kaufhaus, in einer Bank, auf der Strasse.

Herrmann schliesst zum jetzigen Zeitpunkt einen islamistischen Anschlag nicht aus. «Es gibt jedenfalls Indizien dafür, dass es sich um einen islamistischen Anschlag handeln könnte», sagte er. Ein Zeuge gab Herrmann zufolge an, der Verdächtige habe bei der Tat «Allahu Akbar» gerufen.

Passanten versuchten, Täter aufzuhalten

In den sozialen Medien sind mehrere Videos zu sehen, die den Täter barfuss durch die Innenstadt gehend und mit einem langen Messer in der linken Hand zeigen. Mehrere Passanten versuchen, den Täter zu stoppen, werfen Stühle nach ihm. Ein Mann wirft eine Tasche in Richtung des 24-Jährigen, der zeitweise etwas verloren wirkt. Schliesslich trifft die Polizei ein.

«Wir haben keinerlei Hinweise auf weitere Täter», sagte ein Polizeisprecher. Die Gefahr für die Bevölkerung sei vorüber. Über die möglichen Motive des Festgenommenen wurde zunächst nichts bekannt. Die Polizei war nach eigenen Angaben gegen 17 Uhr alarmiert worden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist nach der Messerattacke auf dem Weg nach Würzburg. Er werde sich am Tatort ein Bild der Lage machen, sagte ein Sprecher des CSU-Politikers am Freitagabend. Am Abend sollte sich Herrmann zudem zu dem Vorfall äussern.

Erinnerungen an Tat vor fünf Jahren werden wieder wach

Am 18. Juli 2016 waren bei einer Attacke in einer Bahn bei Würzburg vier Menschen schwer verletzt worden. Ein 17-jähriger afghanischer Flüchtling hatte mit einer Axt und einem Messer in einem Regionalzug auf dem Weg nach Würzburg die Reisenden angegriffen. Anschliessend flüchtete er zu Fuss, attackierte eine Spaziergängerin und wurde schliesslich von Polizisten erschossen.

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