Aktualisiert 11.10.2017 09:21

WM-QualifikationMessi schiesst Argentinien an die WM

Dank eines überragenden Lionel Messi schafft Argentinien die Qualifikation für die WM 2018 in Russland doch noch. Die USA verpassen erstmals seit 1986 eine Endrunde.

von
chk
Erzielte alle drei Tore: Lionel Messi und sein Argentinien sind in Russland dabei. (10. Oktober 2017)

Erzielte alle drei Tore: Lionel Messi und sein Argentinien sind in Russland dabei. (10. Oktober 2017)

Keystone/AP/Fernando Vergara

Argentiniens Captain Lionel Messi erzielte nach einem frühen Rückstand gegen Ecuador – Romario Ibarras 1:0 nach 37 Sekunden war das zweitschnellste Tor in der Geschichte der südamerikanischen WM-Qualifikation – alle drei Tore. Beim 1:1 (12.) und 2:1 (20.) leistete jeweils Angel Di Maria die Vorarbeit, das 3:1 war ein Schuss von der Strafraumgrenze.

Mit dem Rücken zur Wand, es drohte das erstmalige Verpassen der WM seit fast 50 Jahren, löste der zweifache Weltmeister die schwierige Aufgabe mit Bravour. Denn in den letzten vier Partien hatten Messi und Co. nur ein Tor erzielt, vor der 18. Runde waren es total nur 16. Selbst das abgeschlagene Schlusslicht Venezuela war treffsicherer.

Auch Uruguay und Kolumbien dabei

Neben dem schon qualifizierten Gruppensieger Brasilien löste zudem Uruguay (4:2 gegen Bolivien) als Zweiter vor Argentinien das WM-Ticket. Das auch im zwölften Ernstkampf unter Trainer Tite ungeschlagene Brasilien bezwang Chile mit 3:0 und besiegelte damit das Out des Copa-America-Siegers. Das vierte WM-Ticket ergatterte sich Kolumbien dank eines Tors von Bayern Münchens James Rodriguez beim 1:1 in Peru.

Peru mit zweiter Chance in der Barrage

Die Peruaner können als Fünfter in einem Vergleich mit Ozeaniensieger Neuseeland noch ein WM-Ticket lösen. Es wäre die erste WM-Teilnahme seit 1982.

USA nicht dabei

Die USA verpasste die WM-Teilnahme vollkommen überraschend. Knapp elf Monate nach der Freistellung von Jürgen Klinsmann als Nationaltrainer verlor die Mannschaft von Nachfolger Bruce Arena das letzte Gruppenspiel in Trinidad und Tobago mit 1:2 (und rutschte damit auf Platz 5 der Qualifikation in Nord- und Mittelamerika ab. Zum ersten Mal seit 1986 wird damit ein Turnier ohne die USA stattfinden.

«Phantomtor» für Panama

Panama drehte gegen das bereits qualifizierte Team aus Costa Rica einen 0:1-Pausenrückstand und löste mit dem 2:1-Erfolg erstmals in seiner Geschichte das WM-Ticket. Lausannes Gabriel Torres (53.) und vor allem Roman Torres dürften mit ihren Treffern in dem Herzschlagfinale zu Volkshelden in Panama geworden sein. Roman Torres traf in der 88. Minute zum historischen Sieg für Panama.

Besonders bitter für die USA ist, dass Panamas Ausgleich aber nie hätte zählen dürfen. Das 1:1 war ein «Phantomtor». Der Ball von Gabriel Torres landete nach einer unübersichtlichen Situation beim linken Pfosten nicht im, sondern neben dem Tor.

Honduras in der Barrage

Auch Honduras darf nach dem blamablen US-Kollaps von der dritten WM-Teilnahme in Serie hoffen. Durch das 3:2 gegen Mexiko bestreitet der zweifache WM-Vorrunden-Gegner der Schweiz als Vierter der CONCACAF-Gruppe die Barrage gegen Australien.

WM-Qualifikation. Südamerika. 18. und letzter Spieltag: Uruguay – Bolivien 4:2. Paraguay – Venezuela 0:1. Peru – Kolumbien 1:1. Ecuador – Argentinien 1:3. Brasilien – Chile 3:0. Schlussrangliste: 1. Brasilien* 41. 2. Uruguay* 31. 3. Argentinien* 28. 4. Kolumbien* 27. 5. Peru** 26. 6. Chile 26. 7. Paraguay 24. 8. Ecuador 20. 9. Bolivien 14. 10. Venezuela 12.

*für WM qualifiziert

**Barrage gegen Neuseeland

WM-Qualifikation. Nord- und Mittelamerika/Karibik (CONCACAF). Finalrunde. 10. und letzter Spieltag: Honduras – Mexiko 3:2 (1:2). Panama (bis 78. mit Torres/Lausanne, Tor zum 1:1) – Costa Rica (ohne Tejeda/Lausanne) 2:1 (0:1). Trinidad und Tobago – USA 2:1 (2:0).Schlussrangliste (je 10 Spiele): 1. Mexiko* 21. 2. Costa Rica* 16. 3. Panama* 13 (9:10). 4. Honduras** 13 (13:19). 5. USA 12. 6. Trinidad und Tobago 6.

*für WM qualifiziert

**Barrage gegen Australien

(chk/sda)

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