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Sum41 - «Chuck»Metallig wie nie

PUNK – Am Anfang der neuen Platte von Sum41 steht eine kurze Geschichte, nachzulesen im Booklet: Im Mai dieses Jahres war die Band in den Kongo gereist, um einen Dokumentarfilm über den Bürgerkrieg im Land zu drehen. Dort gerieten die kanadischen Jungs unvermittelt in eine Schiesserei.

Ihr Leben hätten sie dem Uno-Mitarbeiter Chuck Pelletier zu verdanken, der sie in Sicherheit bringen konnte. Ihm zu Ehren tauften Sum41 die Scheibe «Chuck», ihr drittes Studioalbum nach «All Killer, No Filler» und «Does This Look Infected?».

Ob gerade diese Grenzerfahrung den Ausschlag gab, dass die Band zu neuen Ufern aufbricht, sei dahingestellt. Fest steht: Noch nie waren Sum41 so metallig. Leidenschaftliche Metal-Fans waren Sum41 zwar schon immer. Daraus haben Bizzy, Stevo und Co. nie ein Hehl gemacht und bei Live-Auftritten mit kurzen Einlagen ihren Jugendhelden Slayer, Metallica und Co. gehuldigt.

Jetzt ist das auch ausgeprägt auf Platte zu hören. Galoppierende Gitarren, kreischende Soli und die Schädeldecke einschlagende Drums ziehen sich durch die ganze Laufzeit. Da wirds gar den Moshern und Headbangern warm ums Herz. Entwarnung für alle Pogo-Jünger: Ohne catchige Refrains im Pogo-Rhythmus kommt selbstverständlich auch «Chuck» nicht aus.

Thomas Kramer

Sum41 «Chuck», Universal.

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