Aktualisiert 27.10.2009 14:59

LettlandMeteoriten-Scherz wird teuer

Die medienwirksame PR-Aktion einer lettischen Telefongesellschaft über einen angeblichen Meteoriten-Einschlag findet die Regierung des baltischen Landes gar nicht lustig.

Das Unternehmen soll für alle Folgekosten aus dem «Scherz» zur Kasse gebeten werden. Die Mobilfunkbetreiberin hatte am Montag Fotos und Videos von einem angeblich «sensationellen» Meteoriten-Krater nahe der nordlettischen Stadt Mazsalaca in Umlauf gebracht.

Erst bestätigten Experten von Behörden und der Universität Riga per «Ferndiagnose» die Behauptungen, ehe bei einem Massenansturm von Wissenschaftlern, Journalisten und Feuerwehrleuten schnell klar wurde, dass «Witzbolde» den Krater gegraben und schwefelhaltige Stoffe darin verteilt hatten, die «fotogen» rauchten.

Ein Sprecher der Mobilfunkfirma begründete die Aktion mit dem Ziel, «der lettischen Gesellschaft ihr Selbstvertrauen wiederzugeben». Lettland mache sonst nur noch wegen seiner katastrophalen Wirtschaftslage Schlagzeilen. Innenministerin Murniece meinte dagegen, die Firma habe vor allem die Behörden gedemütigt.

(sda)

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