Oberägeri: Meth-Wissenschaftler hatte Laborassistentin
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OberägeriMeth-Wissenschaftler hatte Laborassistentin

Im eigenen Labor hat ein Mann Crystal Meth hergestellt – zu wissenschaftlichen Zwecken, wie er sagt. Er hatte auch eine Laborassistentin. Auch gegen sie wird ermittelt.

von
gwa
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Oberägeri: Im Mai 2018 stiess die Zuger Polizei in einer Wohnung auf ein selbst gebasteltes Chemielabor. Synthetische Drogen – etwa Crystal Meth – sollen dort produziert worden sein.

Oberägeri: Im Mai 2018 stiess die Zuger Polizei in einer Wohnung auf ein selbst gebasteltes Chemielabor. Synthetische Drogen – etwa Crystal Meth – sollen dort produziert worden sein.

Zuger Polizei
Ähnliche Bilder kennt man aus der US-Serie «Breaking Bad». Die beiden Hauptcharaktere Walter White (Bryan Cranston, r.) und Jesse Pinkman (Aaron Paul) schliessen sich in der Serie zusammen, um Crystal Meth zu produzieren.

Ähnliche Bilder kennt man aus der US-Serie «Breaking Bad». Die beiden Hauptcharaktere Walter White (Bryan Cranston, r.) und Jesse Pinkman (Aaron Paul) schliessen sich in der Serie zusammen, um Crystal Meth zu produzieren.

Ursula Coyote
Immer tiefer geraten die beiden ins Drogenmilieu.

Immer tiefer geraten die beiden ins Drogenmilieu.

Ursula Coyote

Die Bilder aus dem selbstgebastelten Labor in Oberägeri, das im Mai entdeckt wurde, liess vielerorts den Gedanken an die Erfolgsserie «Breaking Bad» aufkommen. Der norwegische Investmentbanker Carl Velve experimentierte dort mit verschiedenen Substanzen – unter anderem war auch die Droge Crystal Meth dabei. Dies tat er zu wissenschaftlichen Zwecken, wie er sagt. Seither ist er inhaftiert.

Nun wird bekannt: Der Mann wurde bei den Experimenten von einer Frau unterstützt: «Sie lebte in einer schwierigen Phase für einige Zeit bei mir und war meine Laborassistentin», sagte er zur «Zuger Zeitung».

Auch Laborassistentin inhaftiert

Das Herstellen von Crystal Meth soll ihre Idee gewesen sein: «Als ich das eine Mal Anfang 2016 in kleinen Mengen eine Crystal Meth ähnliche Substanz hergestellt habe, war das eigentlich auf ihr Betreiben. Sie wollte unbedingt Metamphetamin produzieren», sagt Velve. Er selbst habe in gutem Glauben gehandelt und nicht geglaubt, dass er straffällig werde, wenn er in kleinen Mengen und ohne kriminelle Absicht produziere.

Die Ermittlungen sollen nun bald beendet sein: «Die Zuger Staatsanwaltschaft wird die Strafuntersuchung voraussichtlich noch in diesem Monat abschliessen und Anklage erheben», sagt Sprecher Frank Kleiner zum Blatt. Die Laborassistentin sitzt derzeit in Zürich in Haft. In welchem Verhältnis die beiden zueinander standen, wollte der Investmentbanker nicht im Detail erläutern.

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