«Suppenkoch» packt aus: Mexikaner löst 300 Leichen in Chemikalien auf
Aktualisiert

«Suppenkoch» packt ausMexikaner löst 300 Leichen in Chemikalien auf

Ein im Drogenkrieg inhaftierter Mexikaner hat gestanden, 300 Leichen von Mitgliedern rivalisierender Banden in ätzenden Chemikalien aufgelöst zu haben.

Einheiten der mexikanischen Armee haben einen Mann gefangen genommen, der im vergangenen Jahr mindestens 300 Leichen von Rauschgiftkriminellen in Säure aufgelöst haben soll.

Das Verteidigungsministerium teilte am Freitagabend (Ortszeit) in Mexiko-Stadt mit, der Mann habe die Toten im Auftrag des Drogenbosses Teodoro García Simental verschwinden lassen.

Die Festnahme des 45-jährigen Santiago Meza López und von zwei weiteren Verdächtigen sei bereits am Donnerstag in der Nähe von Tijuana im Norden des Landes erfolgt.

Meza López, mit dem Beinamen «Teos Suppenkoch», habe gestanden, die Leichen beseitigt zu haben, die «das Produkt des Drogenkrieges, Feinde und Schuldner von García Simental gewesen sind». Er habe für seine Tätigkeit 600 Dollar pro Woche erhalten.

García Simental, der auch «El Teo» genannt wird, ist nach Zeitungsberichten vom Samstag eines der meistgesuchten Mitglieder des Drogenkartells von Sinaloa.

Bis Anfang des Jahres 2008 habe er dem Kartell von Tijuana angehört, sich jedoch der Konkurrenz angeschlossen und fortan sein früheres Kartell bekämpft.

Im vergangenen Jahr sind im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg in Mexiko mehr als 5600 Morde registriert worden, davon mehr als 700 allein in Tijuana. Die meisten wurden nicht aufgeklärt. Allein am Freitag zählte die Polizei 22 Morde.

(sda)

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