Trump lässt sie nicht rein: Mexiko bietet Migranten die Hand
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Trump lässt sie nicht reinMexiko bietet Migranten die Hand

Tausende Menschen aus Mittelamerika wollten für ein besseres Leben in die USA. Dort sind sie nicht willkommen, in Mexiko unter Auflagen aber schon.

von
roy
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Die Flüchtlingsgruppe aus Mittelamerika zählt zwischen 3000 und 5000 Menschen, die noch rund 2000 Kilometer bis zur US-Grenze zurücklegen muss. (Archivbild)

Die Flüchtlingsgruppe aus Mittelamerika zählt zwischen 3000 und 5000 Menschen, die noch rund 2000 Kilometer bis zur US-Grenze zurücklegen muss. (Archivbild)

Keystone/AP/Maria de la Luz Ascencio
Der Präsident macht ernst: Donald Trump will die Streitkräfte einsetzen. (22. Oktober 2018)

Der Präsident macht ernst: Donald Trump will die Streitkräfte einsetzen. (22. Oktober 2018)

Keystone/AP/Pablo Martinez Monsivais
US-Grenzschutzbeamte fahren mit ihren ATV's entlang der Konstruktion der 32 km langen Grenzmauer zwischen Ciudad Juarez, Mexiko und Santa Teresa, New Mexico.

US-Grenzschutzbeamte fahren mit ihren ATV's entlang der Konstruktion der 32 km langen Grenzmauer zwischen Ciudad Juarez, Mexiko und Santa Teresa, New Mexico.

AFP/Herika Martinez

Die mexikanische Regierung hat den Tausenden Migranten aus Mittelamerika Unterstützung angeboten. «Wir wollen, dass du und alle Migranten sich sicher und geschützt fühlen», sagte Präsident Enrique Peña Nieto am Freitag in einem an die Migranten gerichteten Video.

Die Mittelamerikaner sollen Zugang zur Gesundheitsversorgung erhalten, ihre Kinder zur Schule schicken und arbeiten dürfen. Voraussetzung sei allerdings, dass sie in den südlichen Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca bleiben und einen Antrag auf legale Einreise oder ein Asylgesuch stellten.

Die Mexikanische Regierung bietet Migranten die Hand

Tausende Menschen aus Mittelamerika wollen in die USA. Dort sind sie nicht willkommen. Mexiko bietet unter Auflagen Hilfe an. (Video: Tamedia/AFP)

Tausende Menschen aus Mittelamerika wollen in die USA. Dort sind sie nicht willkommen. Mexiko bietet unter Auflagen Hilfe an. (Video: Tamedia/AFP)

«Wir wissen, dass du eine Chance suchst, dass du ein neues Zuhause aufbauen und eine bessere Zukunft für deine Familie und deine Lieben willst. Heute reicht dir Mexiko die Hand», sagte Peña Nieto. Er rief die Mitglieder der Migranten-Karawane auf ihrem Weg in die USA auf, sich zu registrieren und um einen Aufenthaltstitel zu bemühen. «Dieses Programm richtet sich nur an jene, die sich an die mexikanischen Gesetze halten», sagte der Präsident.

Flucht vor Gewalt

Derzeit marschieren Tausende Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala durch Mexiko in Richtung USA. Die Menschen fliehen vor der Gewalt durch Jugendbanden und der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Region.

Zuvor hatte die mexikanische Polizei im Süden des Landes Dutzende Migranten in Gewahrsam genommen. Sie hätten am Freitag illegal den Grenzfluss Suchiate zwischen Guatemala und Mexiko überquert, teilten die dortigen Behörden mit. Nach offiziellen Angaben wurden sie zu einem Büro der Einwanderungsbehörde in der Stadt Tapachula gebracht, wo sie Asylanträge stellen könnten.

Trump hatte mehrfach betont, dass sie keine Chance auf eine Einreise in die Vereinigten Staaten hätten. Notfalls solle das Militär sie an der Grenze stoppen. US-Verteidigungsminister James Mattis bewilligte am Freitag Unterstützung für den Grenzschutz. Dabei geht es nach Angaben des Pentagons um logistische Hilfe wie dem Errichten von Zäunen oder dem Transport von Grenzschützern.

Vieles erst im Entstehen

Unklar blieb, wie viele zusätzliche Soldaten dafür an die Grenze zu Mexiko geschickt werden sollen. Eine Sprecherin des Ministeriums wollte sich dazu nicht äussern. Zuvor war von bis zu 1000 zusätzlichen Soldaten die Rede. Derzeit befinden sich bereits 2100 Mitglieder der Nationalgarde an der Grenze, die ebenfalls logistische Unterstützung für die Grenzschützer leisten.

Trump hat die Migranten immer wieder zum Thema im Wahlkampf vor den Kongresswahlen gemacht und die Lage stark überzeichnet. Er sprach von einem «Angriff auf unser Land». Zuletzt behauptete er ausserdem, unter den Migranten seien auch Menschen aus dem Nahen Osten.

Berichten zufolge erwägt der US-Präsident, wegen der Gruppe von Migranten einen «nationalen Notstand» zu erklären und ihnen Asyl zu verweigern. Es ist nicht klar, ob das mit amerikanischem oder internationalem Recht vereinbar wäre. Die «New York Times» berichtete, Trump wolle seine Pläne am kommenden Dienstag in einer Rede darlegen. Das wäre genau eine Woche vor den wichtigen Kongresswahlen.

Völlig unklar ist aber ohnehin, ob und wann die Migranten an die US-Grenze gelangen könnten. Vom Süden Mexikos bis dorthin sind es je nach Route zwischen 2000 und 4000 Kilometer. Am Donnerstag kehrten 100 von ihnen nach Honduras zurück.

(roy/sda)

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