Zustände wie bei Frankreich: Mexikos Nati will nach Sexskandal streiken
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Zustände wie bei FrankreichMexikos Nati will nach Sexskandal streiken

Weil der mexikanische Verband zwei Nationalspieler nach einer wilden Partynacht mit Prostituierten intern für sechs Monate gesperrt hat, stellen sich deren Teamkollegen nun stur.

von
mon
In der mexikanischen Nati herrscht derzeit dicke Luft.

In der mexikanischen Nati herrscht derzeit dicke Luft.

Ärger bei der mexikanischen Nationalelf: Die meisten der «El Tri»-Kicker wollen bis auf Weiteres nicht mehr für ihr Land antreten. Dies weil der Verband die beiden Supertalente Carlos Vela (21, Arsenal) und Efrain Juárez (22, Celtic Glasgow) für ein halbes Jahr gesperrt hat, nachdem die beiden im Mannschaftshotel mit Freunden eine wilde Party mit Prostituierten gefeiert hatten (20 Minuten Online berichtete). Das Ganze geschah nach dem letzten Länderspiel der Mexikaner am 7. September gegen Kolumbien (1:0).

Das Team will die Disziplinarmassnahme gegen die beiden Partytiger nicht einfach so hinnehmen und hat nun laut dem «Express» mit Streik gedroht. Anführer der Revolte soll der 31-Jährige Rafael Marquez sein, der als in Mexiko als Fussball-Idol gilt. Er und zwölf weitere Kicker sollen erklärt haben, dass sie unter den gegebenen Umständen nicht bereit seien, für die Nationalmannschaft ihre Knochen hinzuhalten.

Zustände wie bei der «Grande Nation»

Die Palastrevolte erinnert irgendwie an das Theater, das eine andere «Equipe tricolore» während der WM 2010 in Südafrika veranstaltete. Weil der Franzose Nicolas Anelka Trainer Raymond Domenech beschimpft hatte, musste dieser vorzeitig die Heimreise antreten. Die Mannschaft verbündete sich daraufhin und verweigerte das Training. Die Situation artete völlig aus, die Franzosen machten sich weltweit zum Gespött und schieden als amtierender Vize-Weltmeister sang- und klanglos aus dem Turnier aus.

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