Symbol der Hoffnung – Mia wird in einer U-Bahn-Station mitten in den Krieg hineingeboren

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Symbol der HoffnungMia wird in einer U-Bahn-Station mitten in den Krieg hineingeboren

Viele Bewohnerinnen und Bewohner in Kiew suchen seit Mittwoch in der Metro Zuflucht vor Luftangriffen. Die Geburt eines Mädchens gibt vielen Ukrainern Hoffnung.

von
Benedikt Hollenstein
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Das Bild der kleinen Mia im Luftschutzbunker ging um die Welt.

Das Bild der kleinen Mia im Luftschutzbunker ging um die Welt.

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Auch am Samstag setzen sich die russischen Angriffe auf Kiew fort, ein Hochhaus wurde verheerend von einer Rakete getroffen.

Auch am Samstag setzen sich die russischen Angriffe auf Kiew fort, ein Hochhaus wurde verheerend von einer Rakete getroffen.

AFP
Tausende suchten in Luftschutzbunkern und Metro-Stationen Schutz.

Tausende suchten in Luftschutzbunkern und Metro-Stationen Schutz.

AFP

Darum gehts

Der Kampf um Kiew tobt weiterhin. Am Samstag traf eine russische Rakete ein Hochhaus in Kiew, unzählige Ukrainerinnen und Ukrainer melden sich freiwillig und greifen zu den Waffen. Grosse Teile der Bevölkerung, vor allem Frauen und Kinder, haben in Luftschutzbunkern und Stationen der U-Bahn in Kiew Zuflucht gesucht. Mitten im Chaos erblickte am Freitagabend ein Baby das Licht der Welt.

Unter den Schutzsuchenden, die die Nacht in der Metro verbrachten, befand sich auch eine hochschwangere 23-Jährige. Kurz nach 8.30 Uhr Ortszeit wurde die ukrainische Polizei auf die Frau aufmerksam, weil diese schrie. Mithilfe der Polizisten brachte die Frau am späten Abend schliesslich ein Baby zur Welt, das den Namen Mia trägt.

Mutter und Tochter wohlauf

Die Polizistin Mikola Shlapak sagte gegenüber «Daily Mail», dass sie bei der Geburt mitgeholfen und anschliessend einen Krankenwagen gerufen habe. Mutter und Tochter würden sich mittlerweile in einem Spital befinden, es gehe ihnen nach Aussage der Polizistin gut.

Das Bild, in dem Mias Mutter die Hand der Neugeborenen umschlossen hält, wurde in den sozialen Medien als Hoffnungsschimmer für die Ukraine gefeiert. Die Vorsitzende der Organisation «Demokratie in Aktion», die die Geburt publik machte, mahnt aber auch: «Da Putin Ukrainerinnen und Ukrainer tötet, rufen wir alle Mütter in Russland und Belarus zum Protest gegen den Krieg auf. Wir verteidigen Leben und Menschlichkeit», sagte Hannah Hopko. 

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