«The Stand»- Star Owen Teague (22): «Mich wieder von der Rolle zu lösen, war extrem schwierig»
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«The Stand»- Star Owen Teague (22)«Mich wieder von der Rolle zu lösen, war extrem schwierig»

Newcomer Owen Teague spielt in der Serie «The Stand» einen von wenigen Überlebenden einer Pandemie. Creepy? Dem Schauspieler machen andere Dinge weit mehr Angst.

von
Melanie Biedermann

Eine hochansteckende Supergrippe grassiert und nur ein Bruchteil der Menschheit ist immun: Die Geschichte zu «The Stand» basiert auf dem gleichnamigen Buch von Stephen King, klingt im ersten Moment aber doch irritierend realitätsnah.

Sky Show

Darum gehts

  • Am 3. Januar startete «The Stand» auf Sky Show (die erste Folge der Serie ist noch bis 21. Februar auch ohne Abo hier verfügbar).

  • In der Thriller-Serie löscht ein tödliches Virus den Grossteil der Menschheit aus, bevor sich die wenigen Überlebenden in zwei Lager teilen und der Überlebenskampf weitergeht.

  • Neben etablierten Hollywood-Grössen wie Whoopi Goldberg (65), Alexander Skarsgård (44) oder Amber Heard (34) spielt Newcomer Owen Teague, den TV- und Filmfans aus «Bloodline» und «Es» kennen dürften.

  • Im Interview spricht der 22-Jährige über gruselige Parallelen zwischen Serien- und realer Pandemie und den besten Rat, den er je bekommen hat.

Owen, in «The Stand» gehts um eine hochansteckende Supergrippe, die in rasantem Tempo Menschen tötet. Creepy, oder?

Das Timing war sehr creepy. Wir schlossen den Dreh im März 2020 ab, also kurz bevor Corona die Welt im Griff hatte.

Wie war das damals für dich?

Besonders in der ersten Folge sehen wir viele Parallelen, Menschen in Masken und ein Husten oder Niesen, das Panik auslöst; von dieser Fiktion in eine reale Welt zu kommen, die erstmal sehr ähnlich reagiert, war schon gruselig. Allerdings tötet das Virus in «The Stand» 99% der Menschheit innert einiger Tage und es bleiben nur diese wenigen Überlebenden – das hat mit der Realität zum Glück nichts zu tun.

Du spielt zudem Harold, einen – gelinde gesagt – schwer verstörten Teenager. Was hat dich an der Rolle gereizt?

Ich war schon immer ein grosser Stephen King-Fan und «The Stand» war als junger Teenie eines meiner Lieblingsbücher. Allein deshalb hat mich das Projekt natürlich interessiert. In Anbetracht der aktuellen politischen Lage fand ichs aber auch extrem spannend, dass die Serie Harold zu einer Hauptfigur macht. Jemanden, der so viel Wut und damit den Nährboden für Radikalisierung in sich trägt.

Wie hast du dich auf die Rolle vorbereitet?

Ich hab viel in Online-Foren recherchiert und fand beängstigend, wie viele junge Männer und Menschen generell, ähnlich ticken wie Harold. Ich hab aber auch gelernt, dass hinter diesem Gedankengut oft Selbsthass steckt. Sich in so eine Psyche hineinzuversetzen und sich wieder davon zu lösen, war aber auch für mich nicht einfach. Ich empfand es als sehr invasiv und schädigend.

Wie bist du aus diesem Mindset wieder rausgekommen?

Danach acht Monate zuhause isoliert zu sein, hat wahrscheinlich nicht geholfen! In der Natur sein, körperliche Arbeit und Musik haben aber gut getan; ich hab viel am Haus meiner Eltern gewerkelt und neue Instrumente gelernt.

Du hast schon neben einigen Hollywood-Grössen gespielt. Wer gibt den besten Rat?

Neben Ben Mendelsohn in «Bloodline» zu spielen, war genial. Als er mich mit einer Szene straucheln gesehen hat, meinte er: «Erzwing es nicht. Wenn es nicht will, will es nicht.» Das mag im ersten Moment verkehrt klingen, aber ich glaube, das ist die einzig richtige Einstellung, wenn man in der Branche erfolgreich arbeiten will.

«The Stand» ist in der Schweiz bei Sky Show verfügbar. Die erste Folge ist noch bis 21. Februar hier für verfügbar – auch ohne Abo!

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Hier findest du Hilfe:

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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