Florida: Michael Bloomberg zahlt vor US-Wahlen Bussen von 32’000 Ex-Häftlingen

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FloridaMichael Bloomberg zahlt vor US-Wahlen Bussen von 32’000 Ex-Häftlingen

Milliardär und Ex-Präsidentschaftskandidat Michael Bloomberg bezahlt in Florida Bussen und Gebühren von Ex-Häftlingen, damit diese wählen können. Florida ist einer der wichtigsten und umkämpftesten Staaten.

von
Lucas Orellano
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Michael Bloomberg will mit seiner Spendenaktion die demokratische Partei unterstützen.

Michael Bloomberg will mit seiner Spendenaktion die demokratische Partei unterstützen.

Keystone
Er war bis im März selber Präsidentschaftskandidat.

Er war bis im März selber Präsidentschaftskandidat.

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Nun sammelte er Geld um die Bussen und Gebühren von ehemaligen Gefängnisinsassen zu bezahlen.

Nun sammelte er Geld um die Bussen und Gebühren von ehemaligen Gefängnisinsassen zu bezahlen.

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Darum gehts

  • Multimilliardär Michael Bloomberg organisierte einen Spendenanlass zugunsten von nicht wahlberechtigter Ex-Häftlingen.
  • Mit den 16 Millionen Dollar werden ausstehende Bussen und Gebühren abbezahlt.
  • Florida gilt als Schlüsselstaat für den Wahlsieg am 3. November.
  • Viele Gefängnisinsassen gehören zu den ärmeren Schichten und wählen tendenziell demokratisch.

Eine Spendenaktion von US-Milliardär Michael Bloomberg hat 16 Millionen Dollar eingebracht. Geld, das verwendet wird um die Bussen von 32’000 Ex-Gefängnisinsassen abzubezahlen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger schuldeten Bussen von je bis zu 1500 Dollar. Dies meldete das Newsportal «Axios». Bloomberg , Ex-Bürgermeister von New York, war Präsidentschaftskandidat der Demokraten, beendete aber seine Kampagne im März 2020.

In den USA dürfen Insassen nicht wählen. Der republikanisch regierte Bundesstaat Florida verschärfte das Gesetz vor zwei Jahren dahingehendend, dass erst wählen darf, wer allen seinen finanziellen Obligationen gegenüber dem Staat nachgekommen ist. Für die Menschen aus den tieferen Einkommensschichten, die in den Gefängnissen überproportional vertreten sind, sind diese Bussen oftmals schwierig abzubezahlen.

Schlüsselstaat Florida

Demokraten monierten bei der Einführung des Gesetzes, dass es sich gegen Menschen mit geringem Einkommen richte. Wählerinnern und Wähler, die eher der demokratischen als der republikanischen Partei zugewandt sind. Über einen Sprecher liess Bloomberg mitteilen: «Das Stimmrecht ist fundamental wichtig für unsere Demokratie und keinem Amerikaner sollte dieses Recht vorenthalten werden.» Man sei entschlossen, Entmündigung und und die Diskriminierung dahinter zu beenden.

Für den Ausgang der Präsidentschaftswahl vom 3. November gilt Florida als Schlüsselstaat, wer ihn gewinnt, dem sagen Beobachter eine hohe Wahrscheinlichkeit voraus, die Wahl zu gewinnen. Florida ist aber auch ein notorisch ausgeglichener Staat. Im Jahr 2000 gewann George W. Bush mit lediglich 537 Stimmen Vorsprung, nachdem das Oberste Bundesgericht eine Nachzählung stoppte. 2008 gewann Barack Obama mit 51 Prozent Wähleranteil in Florida hauchdünn vor John McCain.

In aktuellen Umfragen im Bundesstaat führt Joe Biden (48,1 Prozent) knapp vor Amtsinhaber Donald Trump (46,1 Prozent). In den letzten Wochen verringerte sich Bidens Vorsprung, der im Sommer noch mehr als 7 Prozent betragen hatte.

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