Aktualisiert 27.09.2004 15:17

Michael Jackson - ein Phänomen beschäftigt die Wissenschaft

Michael Jackson beschäftigt die Musikindustrie, Gerichte - nun auch die Wissenschaft.

Auf einer Tagung in New Haven, Connecticut, diskutierten 18 Wissenschaftler von mehreren Universitäten der USA über gesellschaftliche, sexuelle und künstlerische Aspekte des Phänomens Michael Jackson.

Seit Beginn seiner Karriere als Kinderstar habe Jackson an einem Image gearbeitet, das konträr zu gängigen Erwartungen sei, sagte Seth Clark Silberman von der Universität Yale, der an einem Buch über Jackson schreibt. Dabei spiele die Frage der Hautfarbe eine zentrale Rolle. Der Fotograf Todd Gray berichtete, dass Jackson ihn gebeten habe, Fotos so zu verändern, dass seine Haut heller erscheine. Die Musikmanager hätten gewollt, dass Jackson auf Fotos männlicher wirke. Aber der Popstar habe immer Fotos bevorzugt, auf denen er Tiere küsse oder ein Micky-Maus-Maskottchen umarme.

Zu einem gemeinsamen Resümee gelangte die Tagung nicht. Während Silberman Jackson als «den schwarzen männlichen Crossover-Künstler des 20. Jahrhunderts» betrachtet, sieht die Kunstwissenschaftlerin Megan Burns in dem Popstar «ein selbst geschaffenes Kunstwerk».

(dapd)

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