Aktualisiert 08.09.2009 09:55

Auf VideoMichael Jackson ganz privat

Hollywood-Regisseur Brad Ratner («X-Men 3») war ein enger Freund von Michael Jackson. Nach dessen Tod hat der Filmemacher Videos veröffentlicht, die den verstorbenen Sänger ganz privat zeigen.

von
phi

Brat Ratner lernte Michael Jackson 1998 kennen, als er gerade den Film «Rush Hour» drehte. Protagonist Chris Tucker imitierte den King of Pop in einer Szene, so dass der Regisseur für eine Freigabe mit Jackson in Kontakt treten musste, berichtet die «L.A. Times». Erst blieb er damit erfolglos, dann half der Zufall nach: Sein Film-Editor arbeitete auch für Jackson. Er gab ihm den fertigen Streifen mit der Tucker-Tanzszene mit.

Dann klingelte bei Ratner das Telefon. «Michael sagte, er hätte den ganzen Film gesehen und ihn geliebt – insbesondere die Szene, in der Chris seinen Tanz nachmacht. Er sagte: `Du hast meine Erlaubnis zu tun, was immer du willst.?» Weil der Regisseur etwas Schriftliches wollte, lud ihn der Sänger direkt auf die Neverland-Ranch ein. «Am Ende blieb ich auf der Ranch und wir wurden einfach grossartige Freunde», so Ratner zur «L.A. Times». «Wir hatten beide diese grosse, fast kindische Faszination für Filme, Musik und jede Art von Unterhaltung.»

Michael Jackson tanzt im Stau Miamis auf dem Auto-Rücksitz von Brad Ratner. Quelle: YouTube

«Traue niemandem in der Branche»

Die Freunde unterhielten sich über alles Mögliche, alberten herum und filmten sich dabei. «Ich weiss, dass die Leute Michael gesehen haben und dachten, er wäre merkwürdig, aber für mich war er faszinierend. Sein Traum war, alle kranken Kinder dieser Welt zu heilen. Und als ich fragte, `Ist das nicht unmöglich??, fing Michael an zu weinen. Er war sehr emotional bei Dingen, die ihn bewegten. Ich denke, man muss sagen, dass er die pure Unschuld in einer nicht mehr so unschuldigen Welt war.»

Das zeigen auch seine Videoclips: Gelöst bewegt sich Michael Jackson auf dem Rücksitz eines Autos zu R`n?B-Musik oder spricht über die Fallstricke des Showgeschäfts. «Traue niemandem in der Branche. Es hat viele Haie. Plattenfirmen stehlen und betrügen. Es wird für Künstler Zeit, standhaft zu bleiben. Nicht die Branche macht die Künstler. Die Branche wäre nichts ohne die Talente.» In den 70er-Jahren hat Jackson die Bee Gees gehört, berichtet er im Ratner-Clip. «Ich habe geweint, wenn ich ihre Musik gehört habe. Ich kenne von ihnen jede Note, jedes Instrument.»

Brat interviewt Michael (ab 2.13 Minuten mit Bild): «Traue niemandem!». Quelle: YouTube

Teil 2 des Interviews: «Was waren die grössten Konzerte, die Du besucht hast?». Quelle: YouTube

Michael Jackson besucht Ratner am Seit von «Red Dragon». Quelle: YouTube

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