Michael Jacksons Anwalt kündigt harte Gegenmassnahmen an
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Michael Jacksons Anwalt kündigt harte Gegenmassnahmen an

US-Popstar Michael Jackson will nach Angaben seines Anwalts mit harten rechtlichen Mitteln auf mögliche Verleumdungen reagieren.

Der Sänger werde sich nicht «missbrauchen» lassen und auch nicht «für jeden herhalten, der finanzielle Beweggründe hat», kündigte US- Anwalt Mark Geragos am Dienstag (Ortszeit) vor Journalisten in Los Angeles an.

«Das hier ist keine Lotterie. Es ist das Leben eines Mannes und seiner Familie, und es sind skurrile Anschuldigungen.» Wer nach den bisherigen Vorwürfen gegen Jackson noch glaube, dass es dabei nicht um Geld und eine mögliche Bereicherung gehe, lebe im Reich der Fantasie.

«Wir werden wie eine Tonne Ziegel bei Euch einschlagen, wir werden wie ein Hammer bei Euch aufschlagen, wenn Ihr irgendetwas unternehmt, um den Ruf dieses Mannes zu beschmutzen», drohte Geragos.

Wer «auf strafbare Weise» in die Privatsphäre des Musikers eindringe, werde damit «eine Flut» rechtlicher Folgen auslösen, «wie Ihr sie noch nie gesehen habt». Jacksons Sprecher Stuart Backerman wollte auf Anfrage nicht sagen, wo das Popidol sich aufhielt.

Ein Polizeibeamter aus dem kalifornischen Santa Barbara sagte der Nachrichtenagentur afp, Jackson solle in den ersten Dezemberwochen formell angeklagt werden. Sein erster Gerichtstermin ist für 9. Januar anberaumt.

Der Popstar war nach Vorwürfen des Kindesmissbrauchs am Donnerstag festgenommen, kurz darauf aber gegen eine Kaution in Millionenhöhe wieder freigelassen worden. Jackson weist die Vorwürfe gegen sich zurück.

Klage wegen heimlicher Videoaufnahmen

Der Anwalt von Popstar Michael Jackson, Mark Geragos, hat am Dienstag eine Charterfluggesellschaft wegen heimlicher Videoaufnahmen verklagt. Geragos zufolge hat das Unternehmen XtraJet am vergangenen Donnerstag auf einem Flug von Las Vegas nach Santa Barbara Gespräche zwischen ihm und Jackson ohne ihr Wissen aufgezeichnet. Wie der Fernsehsender CNN berichtete, hat ein Gericht in Los Angeles auf Antrag des Anwalts eine Verfügung erlassen, die der Chartergesellschaft die Veröffentlichung und den Verkauf des Videos untersagt.

Vor Journalisten kündigte Geragos ein entschlossenes Vorgehen gegen alle an, die den Ruf seines Mandanten «beschmutzen» wollten. «Wie eine Tonne Ziegelsteine werden wir auf ihnen landen», sagte der Anwalt. Die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs gegen den Sänger seien nur durch Geld motiviert, fügte der Jurist hinzu. Jackson, der sich am Donnerstag der Polizei gestellt hatte, ist gegen Kaution auf freiem Fuß. Am 9. Januar wird der Entertainer dem Haftrichter vorgeführt.

Die Videoaufnahmen an Bord der Privatmaschine entstanden kurz vor Jacksons Festnahme im kalifornischen Santa Barbara. Sie zeigten den Popstar «ruhig, häufig lächelnd oder am Lachen», meldete der Fernsehsender Fox. Die Chartergesellschaft hatte das Material bereits möglichen Interessenten zum Kauf angeboten, bevor ein Richter am Dienstag Einhalt gebot.

(sda)

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