Aktualisiert 14.06.2004 14:50

Michael Moore: Kein Blair-Film

Prime Minister Tony Blair muss nun doch nicht fürchten, wegen seiner Rolle im Irak-Krieg zum «Helden» eines Dokumentarfilms von US-Regisseur Michael Moore zu werden.

«Das war nur ein Witz», erklärte Moore jetzt.

Einige Medien hätten eine scherzhafte Interviewäusserung für bare Münze genommen. Berichte über einen Blair-Film seien «nicht wahr», war am Montag auf Moore's offizieller Website zu lesen.

Überschrift: «Sorry to Scare You, Tony» (Tut mir leid, dass ich Dir Angst gemacht habe, Tony). Wie andere Zeitungen hatte auch die Londoner «Times» am Samstag berichtet, nach seinem Film «Fahrenheit 9/11» über US-Präsident George W. Bush wolle Moore nun Blair als dessen engsten ausländischen Verbündeten aufs Korn nehmen.

Moore hatte zuvor in Interviews erklärt, Blair habe besser als Bush gewusst, dass der Irak-Krieg ein Fehler sein würde. Deshalb müsse er auch einen Film über die Rolle Blairs drehen.

Moore's Bush-kritischer Streifen «Fahrenheit 9/11» war bei den Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palmen ausgezeichnet worden. In den USA hat er am 25. Juni, in Deutschland am 29. Juli Premiere.

(sda)

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