Michael Wendler nimmt Stellung zu den Schulden-Gerüchten
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«Finanzamt will Fantasiesteuer»Michael Wendler nimmt Stellung zu den Schulden-Gerüchten

Die Schlagzeilen rund um den Musiker klingen nicht ab. Erst der Haftbefehl, dann ein verlorener Prozess gegen einen Ex-Kumpel und nun ein angeblicher Schuldenberg.

von
Katrin Ofner
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Michael Wendler hat sich in seiner Telegram-Gruppe erneut zu Wort gemeldet.

Michael Wendler hat sich in seiner Telegram-Gruppe erneut zu Wort gemeldet.

imago/CHROMORANGE
Und macht deutlich, dass er «nicht pleite» sei und das deutsche Finanzamt «rückwirkend eine Art Fantasiesteuer» auf ihn erwirkt habe.

Und macht deutlich, dass er «nicht pleite» sei und das deutsche Finanzamt «rückwirkend eine Art Fantasiesteuer» auf ihn erwirkt habe.

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Mit seinen aktuellen rechtlichen Situation und den Vorwürfen könnte Michael Wendler die Zukunft seiner Tochter Adeline (19) und seiner Frau Laura (20) gefährden.

Mit seinen aktuellen rechtlichen Situation und den Vorwürfen könnte Michael Wendler die Zukunft seiner Tochter Adeline (19) und seiner Frau Laura (20) gefährden.

Instagram/lauramuellerofficial

Darum gehts

  • Michael Wendler sorgte in den vergangenen Wochen für viele Schlagzeilen.

  • Nachdem eine Richterin des Amtsgerichtes in Dinslaken einen Haftbefehl erlassen hat, folgt nun die Meldung, dass der Schlagersänger hoch verschuldet sei.

  • In seiner Telegram-Gruppe äussert sich der 49-Jährige regelmässig selbst zu den aktuellen Schlagzeilen, so auch vor kurzem.

  • Hier sind die aktuellsten Entwicklungen im Fall Wendler.

Kaum flaut eine Meldung über Michael Wendler ab, taucht schon die nächste auf. Den Durchblick rund um Haftbefehl, Insolvenzverfahren und angeblicher Ehekrise mit Laura Müller (20) hat man längst verloren. Wir rollen den Fall Wendler daher mal von hinten auf.

Anklage und Sitzungshaftbefehl

Im Sommer, Herbst und Winter des vergangenen Jahres hätte Michael Wendler am Amtsgericht von Dinslaken erscheinen sollen. Der Anklagepunkt: Beihilfe zum Vereiteln einer Zwangsvollstreckung in Tateinheit mit Bankrott in zwei Fällen.

Mitte Juli hätte der Schlagerstar zu seinem vierten Termin erscheinen sollen, doch er hat diesen erneut nicht wahrgenommen. Daher zog das Gericht die Konsequenzen: Richterin Nadja Kuczera erliess gemäss «Bild» einen Sitzungshaftbefehl gegen Michael Wendler.

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Michael Wendler äussert sich auf Telegram

Nur einen Tag nach der Bekanntgabe des Sitzungshaftbefehls richtete sich der Musiker in seiner Telegram-Gruppe «Michael Wendler» an seine Fans – und schrieb: «Ich weise alle Vorwürfe und Anschuldigungen gegen mich aus dem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Duisburg von mir. Ich habe die mir vorgeworfenen Taten nicht begangen». Er stelle sich gegen die erhobenen Vorwürfen, die haltlos seien.

«Ich habe meinem Verteidiger eine umfassende schriftliche Vollmacht erteilt, mich bei dem Hauptverhandlungstermin zu vertreten.» Seine Anwesenheit sei somit überflüssig gewesen, da eine «Regelung der Vertretung vollumfänglich rechtlich gültig ist». Eine persönliche Aussage wäre von ihm ohnehin nicht erfolgt. Und abschliessend stellte er klar: «Bis zum rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.»

Ex-Kumpel fordert 29´500 Euro

Letzten Freitag dann der nächste Schlag gegen den 49-Jährigen. Sein Ex-Kumpel Timo Berger, der Duisburger Unternehmer war Wendlers ehemaliger Reisemanager, habe laut «Bild» dem Musiker 29´500 Euro ausgelegt, um die Flüge und Hotelunterbringen für die geplante Hochzeit von Wendler und seiner Frau Laura Müller (20) in Las Vegas zu bezahlen. Geld, dass der 38-Jährige bereits im Januar zurückforderte. Damals erwirkte Michael Wendler vor der Pressekammer des Hamburger Landesgerichts eine Unterlassung für diese Äusserung gegen Timo Berger – mit Erfolg. Gegen diese Entscheidung hatte Berger aber anschliessend Widerspruch eingelegt.

Vergangene Woche erschien der Unternehmer dann im Hamburger Ziviljustiz-Gebäude. Im Gepäck: sein Anwalt Robert Meyen aus Neuss (38). Der deutschen Zeitung zufolge sei dem Widerspruch stattgegeben worden, da Berger gemäss Protokoll Kontoauszüge besitze, aus denen die Überweisungen für unter anderem die Flüge ersichtlich seien. «Im Januar hatte Wendler noch auf Instagram behauptet, ich sei verurteilt worden und dass ich ein Lügner sei. Das ist nun alles hinfällig. Jetzt kann ich ganz offiziell sagen, dass Michael Wendler mir 29´500 Euro schuldet», sagte er gegenüber der «Bild». Nun prüfe er zivilrechtliche Schritte, «inwieweit ich an die ausstehenden Forderungen gegen Wendler kommen kann.»

Wendler sendet erneut Sprachnachricht via Telegram

Neben den neuesten Problemen mit dem Gesetz halten sich auch die Schulden-Gerüchte standhaft. In einer knapp 20 Minuten langen Sprachnachricht veröffentlichte der «Sie liebt den DJ»-Interpret in seiner Telegram-Gruppe nun seine Sicht der Dinge und widerspricht den Medienberichten erneut: «Ich bin nicht pleite. Gegen mich läuft auch kein Insolvenzverfahren», so der 49-Jährige gleich zu Beginn – und schildert die Geschehnisse: 2016 sei er in die USA ausgewandert, doch eine Forderung vom Finanzamt habe es keine gegeben. «Da ich natürlich ein Steuerzahler war, der höchste Steuersätze gezahlt hat, war es dem Finanzamt ein Dorn im Auge, dass ich aus Deutschland weggegangen bin und mich in Amerika versteuere.»

Das deutsche Finanzamt habe dann «rückwirkend eine Art Fantasiesteuer» auf ihn erwirkt. «Das betrifft mein Gestüt und beläuft sich auf umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro.» Er habe genügend Sicherheiten in Deutschland und das Finanzamt habe Zugriff darauf. Genau solle es sich dabei um sieben Eigentumswohnungen und eine noch offene Forderung gegenüber dem Sender RTL handeln. Letzteres beziehe sich auf einen Unfall im Jahr 2015, als er von einem Bungee-Turm 55 Meter in die Tiefe sprang. «Ich bin runtergesprungen, fast verunglückt, tödlich. Gott sei dank habe ich mir nur einen schweren Bruch des Handgelenks zugezogen.» Allerdings habe er weder Schmerzensgeld noch Ausfallgeld für abgesagte Konzerte erhalten. Es gehe laut Wendler um eine halbe Million Euro.

Zudem habe er noch Einnahmen über die «Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte» – kurz: Gema -, wo er jährlich Geld erhält. «Ich habe fast 500 Titel geschrieben» – und fordert, dass das «Finanzamt all die aufgezählten Sicherheiten erst einmal verwerten» solle. Alles andere sei «unfassbar falsch» und er werde sich «mit Händen und Füssen dagegen» wehren.

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