Wegen Trump und Rassismus : Michelle Obama leidet an «leichter Depression»
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Wegen Trump und Rassismus Michelle Obama leidet an «leichter Depression»

Die Ex-First Lady erzählt in ihrem Podcast, dass sie in letzter Zeit eine «Schwere» spüre. Ein Grund dafür seien die rassistischen Unruhen in ihrem Land, ein weiterer der Umgang von Präsident Trump mit dem Thema Rassismus.

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In der neuesten Folge ihres Podcasts spricht Michelle Obama von ihrem aktuellen Seelenzustand.

In der neuesten Folge ihres Podcasts spricht Michelle Obama von ihrem aktuellen Seelenzustand.

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Sie spüre eine «Schwere» als Folge der «andauernden rassistischen Unruhen» in den USA.

Sie spüre eine «Schwere» als Folge der «andauernden rassistischen Unruhen» in den USA.

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Trotz allem finde sie es ermutigend, dass junge Menschen friedlich für ihre Überzeugungen demonstrierten.

Trotz allem finde sie es ermutigend, dass junge Menschen friedlich für ihre Überzeugungen demonstrierten.

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Darum gehts

  • Die «andauernden rassistischen Unruhen», die die USA im Moment heimsuchten, bedrücken Michelle Obama sehr.
  • Die ehemalige First Lady spricht gar von einer «leichten Depression».
  • Manchmal müsse sie einfach abschalten und ihre Ruhe haben.

Was derzeit in ihrem Land passiere, bedrücke sie sehr: In der neuesten Folge ihres Podcasts hat die ehemalige First Lady Michelle Obama ihren Seelenzustand als «leichte Depression» beschrieben.

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und der anhaltende Rassismus in den USA machen ihr seelisch zu schaffen, sagte sie. «Ich wache mitten in der Nacht auf, weil ich mir Sorgen über etwas mache oder bedrückt bin», sagte die Frau von Ex-Präsident Barack Obama am Mittwoch in ihrem Podcast.

Seelisch gesehen seien dies keine erfüllenden Zeiten. «Ich weiss, dass ich es mit einer Art leichter Depression zu tun habe», ergänzte die 56-Jährige, ohne zu erläutern, ob sie dies auch im medizinischen Sinne meint.

Trump trägt in grossem Masse zu ihrem Missmut bei

Der Umgang der Regierung von Präsident Donald Trump mit dem Problem des Rassismus und deren «Heuchelei» entmutigten sie ebenfalls, sagte Obama im Gespräch mit der Journalistin Michele Norris. Es sei erschöpfend, mit neuen Nachrichten über Schwarze aufzuwachen, die «entmenschlicht, verletzt, getötet oder fälschlicherweise für etwas beschuldigt werden». «Das hat zu einer Last geführt, die ich in meinem Leben schon lange nicht mehr gespürt habe», räumte Obama ein.

Zeit mit ihrem Mann und den beiden Töchtern zu verbringen, muntere sie während der Corona-Beschränkungen jedoch auf, etwa beim gemeinsamen Puzzeln oder Abendessen. Auch seien eine feste Routine und Sport für sie wichtig.

Manchmal müsse man das Handy einfach ausschalten

Manchmal müsse sie auch einfach abschalten. «Das bedeutet, das Telefon auszumachen und keine Nachrichten zu empfangen, weil das negative Energie ist.» Dies habe sie in ihrer Zeit im Weissen Haus gelernt. Ermutigend finde sie ausserdem, dass junge Menschen friedlich für ihre Überzeugungen demonstrierten.

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis Ende Mai hatte landesweite Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Im «Michelle Obama Podcast» führt die ehemalige Präsidentengattin persönliche Gespräche mit Angehörigen und Freunden. In der ersten Folge war ihr Mann zu Gast gewesen.

(SDA)

Deine Meinung

216 Kommentare
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schöne Welt

07.08.2020, 17:46

Gehört für die Medien zu den wichtigsten Infos aus dem Ausland. Offensichtlich gibt es kein grösseres Leid auf der Welt.

Selbst ist die Frau, macht stark

07.08.2020, 17:05

So eine Diagnose hätte ich mit dieser Begründung nicht der Öffentlichkeit preisgegeben. Es gibt immer Leute die ihr das gönnen.

Oskar

07.08.2020, 16:07

Die soll jetzt ihr Rente geniessen und nicht immer an dem Präsidenten herumnörgeln, sie haben es auch nicht besser gemacht, also eher eine Ablenkung, schade, ihr Image ist eh kaputt