Aktualisiert 21.03.2006 14:29

Microsoft bastelt an mobiler Xbox

Die Sony PSP und der Apple iPod bekommen ernstzunehmende Konkurrenz: Microsoft soll an einer mobilen Spielkonsole, die auch Musik und Filme abspielen kann, arbeiten.

Microsoft will nach einem Pressebericht Apple und Co. auf dem Markt für mobile Unterhaltungsgeräte angreifen. Der Softwarekonzern habe bereits führende Manager aus seinem Xbox-Team für das neue Projekt abgezogen, berichtet die «San Jose Mercury News» am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe. Eine Bestätigung von Seiten Microsofts liegt bislang nicht vor. In den vergangenen Tagen hatte es bereits immer wieder Gerüchte gegeben, der Softwarekonzern arbeite gemeinsam mit dem Chiphersteller Transmeta an einem neuen «Geheimprojekt».

Die neue mobile «Konsole» soll Spiele, Musik und Videos abspielen, schreibt die größte Zeitung des Silicon Valley unter Berufung auf mit dem Projekt vertraute Personen. Das neue Produkt würde direkt mit Nintendos Spielkonsolen und Apples iPod konkurrieren. Bislang hatte Microsoft stets bestritten, Ambitionen im Markt der mobilen Spielkonsolen zu verfolgen. Im Januar hatte Xbox-Vice President Peter Moore in einem Interview der «Business Week» entsprechende Gerüchte zwar nicht bestätigt. «Aber es würde nicht einfach unsere Version eines iPods werden», sagte Moore.

An dem neuen Projekt sollen bereits hochrangige Manager aus dem Team der Xbox 360 beteiligt sein, darunter Entwicklungsleiter J Allard, Systemdesigner Greg Gibson und Xbox-Finanzchef Bryan Lee. Xbox-Chef («Xboss») Robbie Bach soll das Team leiten. Die hochkarätige Besetzung des Teams zeige deutlich, wie ernst es Microsoft ist, mit Apples iPod, Nintendos Konsole Nintendo DS und Sonys PSP aufzuschließen, schreibt die Zeitung.

Auch Transmeta bestätigte am Dienstag keine Details. «Jeder spekuliert gerade», sagte Lauren Stein, eine Sprecherin des Unternehmens. «Transmeta hat zu diesem Zeitpunkt nichts zu berichten.» Der Chiphersteller hatte bereits vergangene Woche bestätigt, 30 seiner Entwickler Microsoft für ein nicht näher benanntes Projekt zur Verfügung zu stellen. (dapd)

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