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EinkaufstourMicrosoft bezahlt 2,3 Milliarden für Minecraft

Das Entwicklerstudio des erfolgreichen Spiels Minecraft bestätigt, dass der Microsoft-Deal zustande gekommen ist. Der Software-Gigant greift mit 2,3 Milliarden Franken tief in die Tasche.

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pwe/dia
Ein Fan trägt bei einer Elektronikmesse einen typischen Minecraft-Kopf als Verkleidung.

Ein Fan trägt bei einer Elektronikmesse einen typischen Minecraft-Kopf als Verkleidung.

Der Deal ist Tatsache: Microsoft kauft für rund 2,3 Milliarden Franken das Videospiel Minecraft. Das bestätigt das schwedische Entwicklerstudio Mojang von dessen Erfinder Markus «Notch» Persson. Die Übernahme wirkt überraschend, denn Persson gilt als Microsoft-Kritiker, der das Betriebssystem Windows 8 als «sehr, sehr schlecht» für Indie-Entwickler bezeichnet. Zudem hatte Persson die Entwicklung einer Virtual-Reality-Version des Aufbauspiels «Minecraft» eingestellt, nachdem bekannt geworden war, dass Facebook den Cyberbrillen-Hersteller Oculus VR aufkaufen würde.

Auch Microsoft bestätigte in einer Mitteilung die Übernahme. «Heute ist ein unglaublich aufregender Tag für unser Team», sagte Phil Spencer, Leiter der Xbox-Sparte. Minecraft sei eines der weltweit populärsten Spiele überhaupt. Es soll seit 2009 über 100 Millionen Mal heruntergeladen worden sein.

Die Macher des Spiels werden die Firma verlassen. Owen Hill, einer der Gründer von Mojang, teilte mit, das Geschäft sei ihm und seinen Kollegen zu viel geworden. Hill beruhigt aber die Fans, indem er versichert, dass auch nach dem Verkauf die Arbeiten am Spiel fortgesetzt werden.

Die Milliardenübernahme werde sich für die Amerikaner bereits 2015 auszahlen, hiess es. Den Abschluss der Transaktion erwarten sie noch im laufenden Jahr. Das Spiel ist für seine einfache Grafik bekannt, die an Legosteine erinnert. Der Spieler kann darin aus Klötzchen virtuelle Welten erschaffen.

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