Im Zeichen von Kinect: Microsoft bringt Gamer in Bewegung
Aktualisiert

Im Zeichen von KinectMicrosoft bringt Gamer in Bewegung

Der Xbox-Konzern hat 20 Minuten Online nach Bern geladen, um uns die Winterkollektion der kommenden Hits vorzustellen. Im Fokus: Fun-Games für die ganze Familie – und eine Überraschung.

von
adi/owi

Das Ziel ist vorgegeben. Microsoft will bis Ende Jahr Millionen seiner kontrollerlosen Spielsteuerung Kinect für die Spielkonsole Xbox 360 verkaufen. Und die Voraussetzungen sind gut: Die meisten der vorgestellten Spiele werden nicht mehr mit Gamepads gesteuert, sondern lassen sich intuitiv durch Körperbewegungen spielen, die von einer Kamera erfasst werden.

Käufer solcher Bewegungsspiele brauchen daher zwingend das Zubehör Kinect. Die Kinect-Kamera filmt die Bewegungen des Spielers und überträgt sie an die virtuelle Spielfigur im Fernseher. Die anwesenden Gelegenheitsspieler fühlten sich wie im Himmel, die erfahrenen Zocker waren weniger begeistert.

Für junge Spieler

Sogenannte Hardcorespieler, die beim Zocken Präzision schätzen, werden sich an den Verzögerungen durch die Bewegungssteuerung stören. Zudem sprechen viele der gezeigten Kinect-Games ein sehr junges Publikum an. Die Spiele haben eine simple Grafik und erinnern an aufgemöbelte Wii-Spiele. Es stellt sich daher die Frage, ob die Kunden nach dem Überraschungsmoment der kontrollerlosen Steuerung treu bleiben werden.

Von den angespielten Games, wie «Kinect Disneyland Adventures», «Kinect Star Wars», «Gunstringer», «Dance Central 2», «Kinect Sports 2» und «Raving Rabbids: Alive and Kicking», boten nur «Kinect Star Wars» und «Dance Central 2» eine «akzeptable» Spielbarkeit. So konnte das Tennisspiel aus «Kinect Sports 2» nicht überzeugen. Die Umsetzung der eigenen Bewegungen auf dem TV-Bildschirm wirkt (für ernsthafte Spieler) noch immer zu ungenau.

Die Augmented-Reality-Funktionen (erweiterte Realität) im Partyspiel «Raving Rabbids: Alive and Kicking» sind zunächst witzig, dürften aber mit der Zeit langweilig werden.

Die positive Überraschung

Die angenehme Überraschung des Tages war das Rennspiel «Forza Motorsport 4». Die atemberaubende Grafik und die präzise Steuerung offenbaren das ganze Talent des Entwicklerstudios Turn 10. Schweizer Xbox-360-Fans werden zudem von der wunderschönen Strecke durch das Berner Oberland begeistert sein.

Beim Vorzeige-Shooter «Gears of War 3», der am 19. September erscheint, konnte nur der Multiplayer-Modus getestet werden. Leider war es auch nicht möglich, sich ein Bild von «Halo: Combat Evolved Anniversary Edtion» zu machen. Das Remake des ersten «Halo»-Spiels von 2001 glänzte durch Abwesenheit.

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