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Microsoft in Bedrängnis - Google und eBay verbünden sich

Der Internet-Konzerne Google und das Internet-Auktionshaus Ebay schliessen eine mehrjährige Werbepartnerschaft - laut Google-Chef Schmidt die grösste dieser Art.

Google werde ausserhalb der USA exklusiv für die eBay-Internet-Seiten Werbeanzeigen von Drittfirmen liefern, teilten die Firmen am Montag mit. Bislang hatte eBay hier mit Yahoo kooperiert und wird dies auch weiterhin in den USA tun. eBay ist das weltgrösste Web- Auktionshaus.

Google und eBay einigten sich zudem auf eine Kooperation bei «click-to-call»-Anzeigen, die ab 2007 bei einem Mausklick eine direkte Internet-Telefonverbindung zum Anbieter herstellen sollen. Alternativ soll eine Verbindung mit Echtzeit- Kommunikationsprogrammen wie Skype oder Google Talk zwischen Verkäufer und Kunden möglich werden.

Keine Details

Die Firmen machten zunächst keine Angaben zu finanziellen Details der Vereinbarungen. eBay erklärte lediglich, sie würden weder 2006 noch 2007 erhebliche Auswirkungen auf die Ergebnisse haben.

Der Vertrag mit eBay reiht sich an eine Serie von neuen Google- Kooperationen in den letzten Wochen. So traf Google eine Vereinbarung mit dem Musiksender MTV, um einen werbefinanzierten Internet-Videokanal zu testen. Zudem vermittelt die Firma künftig Werbung an die Seite MySpace.com und andere Websites des Medienkonzerns News Corp.

«Die neueste Vereinbarung ist tatsächlich die wichtigste in diesem Bereich», sagte Google-Chef Eric Schmidt in einem Telefoninterview. Google verlegt sich neben Werbung auf seiner Suchmaschinenseite zunehmend auf kostenpflichtige Internetdienstleistungen als Einnahmequelle.

Firmensoftware

Google kündigte zudem an, auch in den Markt für Firmensoftware einzusteigen. Künftig wolle man ein Paket von webbasierten Programmen für e-Mail, Terminplanung und Kommunikation anbieten. Weitere Softwareergänzungen sollen folgen, etwa ein Textverarbeitungsprogramm oder eine Tabellenkalkulation.

Google tritt mit dem Paket «Google Apps for Your Domain» gegen den Platzhirschen Microsoft an, der bislang den Markt mit seinen MS-Office-Produkten wie «Word» oder «Excel» beherrscht. Die Google-Programme sollen den Machern zufolge allerdings einfacher zu handhaben sein. (sda)

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