Übernahme: Microsoft lässt sich «Minecraft» viel kosten
Aktualisiert

ÜbernahmeMicrosoft lässt sich «Minecraft» viel kosten

Microsoft soll vor der Übernahme des schwedischen Entwicklerstudios Mojang stehen. Der Wert des Indie-Entwicklers wird auf 2 Milliarden Dollar geschätzt.

von
Ill-FiL
Microsoft will anscheinend die schwedischen «Minecraft»-Entwickler aufkaufen.

Microsoft will anscheinend die schwedischen «Minecraft»-Entwickler aufkaufen.

Der Hard- und Software-Hersteller Microsoft soll in Gesprächen mit dem schwedischen Entwicklerstudio Mojang stehen. Der US-Konzern will angeblich die «Minecraft»-Macher aufkaufen - für rund 2 Milliarden Dollar. So viel zumindest soll das Studio wert sein, wie das «Wall Street Journal» schreibt.

Sollte es tatsächlich zur Übernahme kommen, wäre das eine ziemliche Überraschung. Mojang-Gründer Markus «Notch» Persson gilt als Microsoft-Kritiker, der das Betriebssystem Windows 8 als «sehr, sehr schlecht» für Indie-Entwickler bezeichnet. Zudem hatte Persson die Entwicklung einer Virtual-Reality-Version des Aufbauspiels «Minecraft» eingestellt, nachdem bekannt geworden war, dass Facebook den Cyberbrillen-Hersteller Oculus VR aufkaufen würde.

Bemerkenswert ist auch der geschätzte Kaufpreis von rund 2 Milliarden Dollar. «Minecraft» ist das einzige bisher fertiggestellte Game von Mojang. Das Karten-Strategiespiel «Scrolls» befindet sich erst in der Beta-Phase, und die Entwicklung eines geplanten Weltraum-Sandbox-Games mit dem Titel «0x10c» wurde 2013 eingestellt.

Microsoft will also aus dem Indie-Entwickler Mojang einen zu den Microsoft Studios gehörigen Corporate-Developer machen. Sollte es tatsächlich zum Kauf des schwedischen Studios kommen, dürfte «Minecraft» künftig nur noch auf PCs und Xbox-Konsolen spielbar sein - abgesehen von den bisher veröffentlichten Versionen für andere Systeme wie die Playstation.

«Minecraft» hat sich seit seiner Erstveröffentlichung 2011 auf allen Plattformen über 55 Millionen Mal verkauft.

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