Microsoft: Rote Karte auch in der Schweiz?
Aktualisiert

Microsoft: Rote Karte auch in der Schweiz?

Microsoft ist gestern wegen Markt-Missbrauchs zu einer Rekordbusse von 497,2 Millionen Euro verurteilt worden. Jetzt fordert auch der Schweizer Konsumentenschutz Massnahmen gegen Microsoft.

Der weltgrösste Softwarekonzern habe seine dominierende Marktstellung beim Betriebssystem für Personalcomputer ausgenutzt und damit EU-Wettbewerbsrecht verletzt. Das hat die EU-Kommission entschieden und dem Software-Giganten eine Rekordbusse von 497,2 Millionen Euro aufgebrummt.

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) fordert nun Sanktionen gegen Microsoft Schweiz. Denn auch hierzulande verstosse das Unternehmen gegen das Kartellgesetz, kritisiert die SKS und fordert die Wettbewerbskommission (Weko) zum Handeln auf. Ab dem 1. April könnte sie das auch: Dann tritt das verschärfte Kartellgesetz in Kraft. Neu kann die Weko Verstösse gegen das Wettbewerbsrecht wie Preisabsprachen, Gebietsabschottungen oder Missbrauch der Marktbeherrschung direkt mit der roten Karte ahnden. Die Folge wären hohe Bussen.

(AP/SDA)

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