Aktualisiert 13.02.2009 16:12

ConfickerMicrosoft setzt Kopfgeld aus

Der Softwarekonzern Microsoft hat ein Kopfgeld für den Autor des Computervirus Conficker ausgelobt. 250 000 Dollar Belohnung verspricht das Unternehmen für Hinweise, die zur Ergreifung und Verurteilung des Virenschreibers führen.

Conficker ist in den vergangenen Monaten zu einem besonders lästigen Problem in der IT-Branche geworden. Der Schädling breitete sich seit November innerhalb kürzester Zeit auf Millionen von Rechnern aus. Conficker nutzt dabei eine hochkritische Lücke im Windows-System.

Microsoft kündigte zudem an, dass man gemeinsam mit anderen Branchenvertretern gegen die Virenplage vorgehen wolle. Mit ins Boot geholt wurden die Securityunternehmen Symantec sowie F-Secure und weitere im Web tätige Firmen. In Kooperation mit der obersten Internetverwaltung ICANNhat Microsoft ein System zur Eindämmung des Schädlings entwickelt. Dabei sollen jene Domains blockiert werden, die von Conficker anvisiert werden.

Zwar hat Microsoft bereits vor der massenhaften Ausbreitung des Virus einen Patch veröffentlicht. Rechner, die seitdem nicht auf den neuesten Stand gebracht wurden, sind allerdings stark gefährdet. Somit befällt Conficker mit Leichtigkeit schlecht gewartete Computersysteme und Netzwerke. Eingeschleppt wird er zudem oft über USB-Sticks. Der Virus lädt nach einem erfolgreichen Befall weitere Schadprogramme nach. Zu den prominenten Opfern des Schädlings zählen das Rechnernetzwerk der Kärntner Krankenhäuser, das britische Verteidigungsministerium sowie die französische Luftwaffe.

(mbu/pte)

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