Aktualisiert 14.07.2009 11:32

StreamingMicrosoft startet Musikangebot im Web

Songs immer und überall hören: Die Redmonder wollen etablierten Diensten wie Last.fm und Spotify Konkurrenz machen.

von
hst

Peter Bale von Microsofts Portal MSN hat in einem Interview mit dem «Daily Telegraph» angekündigt, dass die Redmonder Ende Juli in Grossbritannien mit einem eigenen Musikstreaming-Angebot starten wollen. Das Ganze soll an populäre Angebote wie Last.fm oder Spotify erinnern. Die letztgenannte Seite spielt alle 30 Minuten etwa 60 Sekunden lang Werbung ab. Wer diese nicht hören möchte, muss umgerechnet etwa 18 Franken zahlen. Hierzlande ist Spotify noch nicht an den Start gegangen. Ende März 2009 hatte Last.fm in einem Blogeintrag angekündigt, dass der Dienst für User ausserhalb der USA, Deutschlands und Grossbritanniens kostenpflichtig werde. Dies ist mittlerweile geschehen. Pro Monat werden etwa 4.50 Franken fällig.

Microsoft will nach den Worten von Peter Bale sowohl eine Gratis-Version als auch eine Premium-Variante seines noch unbenannten Dienstes ins Internet stellen. Ob und wann der Service hierzulande verfügbar sein wird, wurde bislang nicht bekannt. Ende Juni hatte die Seite joystiq.com berichtet, dass Last.fm bald über XBox Live verfügbar sein soll - ebenfalls für umgerechnet etwa 4.50 Franken. Dafür soll man werbefrei so viel Musik hören können wie man möchte. Allerdings werde die Gebühr zusätzlich zu den Kosten für eine Gold-Mitgliedschaft fällig. Diese liegen bei etwa 90 Franken. Vom «Daily Telegraph» danach gefragt, wollte Bale nicht sagen, wie diese Pläne mit den jetzt bekannt gewordenen zusammenhängen.

Weniger Piraterie

Microsoft könnte mit seinem Angebot einen Nutzer-Nerv treffen. Denn wie eine Umfrage im Auftrag des britischen Beratungsunternehmens MusicAlly ergab, fiel der Anteil derjenigen, die oft Songs illegal herunterladen, im Zeitraum Dezember 2007 bis Januar 2009 von 22 auf 17 Prozent. An der Studie nahmen über 1000 Musikfans aus Grossbritannien teil. Sie waren zwischen 14 und 64 Jahre alt und konnten Breitbandinternet sowie Handys nutzen.

Die besten Seiten, welche gratis Songs zum Download anbieten, haben wir in der obigen Bilderstrecke zusammengestellt.

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