Microsoft vermeldet Einbruch des Gewinns

Publiziert

Software-RieseMicrosoft vermeldet Einbruch des Gewinns

Der Software-Riese verzeichnet das schwächste Wachstum seit sechs Jahren. Das Geschäft mit der Cloud stimmt die Anleger aber positiv.

1 / 3
Der Software-Riese Microsoft hat zum Jahresende deutlich weniger verdient.

Der Software-Riese Microsoft hat zum Jahresende deutlich weniger verdient.

IMAGO/IP3press
Wegen der geringeren Nachfrage am PC-Markt schrumpfte der Verkauf ihrer Betriebssysteme im letzten Quartal um 39 Prozent.

Wegen der geringeren Nachfrage am PC-Markt schrumpfte der Verkauf ihrer Betriebssysteme im letzten Quartal um 39 Prozent.

IMAGO/aal.photo
Trotzdem will der Konzern sein Engagement beim Entwickler der schreibenden KI-Software wie beispielsweise OpenAI mit einem «Multi-Milliarden»-Investment ausbauen.

Trotzdem will der Konzern sein Engagement beim Entwickler der schreibenden KI-Software wie beispielsweise OpenAI mit einem «Multi-Milliarden»-Investment ausbauen.

IMAGO/NurPhoto

Darum gehts

  • Microsoft hat für das vergangene Quartal einen herben Rückgang seines Gewinns vermeldet.

  • Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der Software-Riese 10’000 Beschäftigte entlassen will. 

Microsoft hat sich zum Jahresende wegen hoher Inflation und Rezessionssorgen schwergetan und deutlich weniger verdient. Mit 52,7 Milliarden Dollar Jahresumsatz legte man nur um zwei Prozent zu. Das bedeutet gleichzeitig das schwächste Wachstum seit mehr als sechs Jahren. Wegen der schwindenden Nachfrage am PC-Markt wurden sie besonders hart in ihrem Traditionsgeschäft getroffen. So schrumpfte das Geschäft mit dem Verkauf des Betriebssystems an Computer-Hersteller im vergangenen Quartal um 39 Prozent. Auch im Spielegeschäft rund um die Xbox-Konsole gab es Rückgänge.

Microsoft entlässt 10’000 Mitarbeitende

Zudem erreichte die Kündigungswelle, die bereits Tech-Unternehmen wie Meta, Google-Mutterkonzern Alphabet, Twitter und Amazon betraf, nun auch den Windows-Konzern. Microsoft gab vergangene Woche bekannt, rund 10’000 Mitarbeitende zu entlassen.

Die Kürzungen und andere Umbaumassnahmen kosteten Microsoft 1,2 Milliarden Dollar. Trotzdem will der Konzern sein Engagement beim Entwickler der schreibenden KI-Software ChatGPT, OpenAI, mit einem «Multi-Milliarden»-Investment ausbauen.

Insgesamt lagen die Quartalszahlen aber im Rahmen der Erwartungen. Auch fielen die Einnahmen im wichtigen Cloud-Geschäft etwas höher aus als von Analysten an der Wallstreet angenommen. Im laufenden Vierteljahr hält der Konzern aber wieder einen Rückgang in ähnlicher Grössenordnung für möglich.

(dpa/ths)

Deine Meinung