Windows 10: Microsoft verteidigt Daten-Sammelwut
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Windows 10Microsoft verteidigt Daten-Sammelwut

Microsoft-Vizepräsident Terry Myerson hat sich erstmals zum Datenhunger von Windows 10 geäussert. Alles diene der Optimierung des Systems.

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pst
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Seit seiner Veröffentlichung steht Windows 10 in der Kritik. Stein des Anstosses ist die für viele übertriebene und unübersichtliche Datensammelwut des Betriebssystems.

Seit seiner Veröffentlichung steht Windows 10 in der Kritik. Stein des Anstosses ist die für viele übertriebene und unübersichtliche Datensammelwut des Betriebssystems.

Microsoft
Jetzt hat sich Microsoft-Vize Terry Myerson in einem Blog-Post erstmals konkret zu den Vorwürfen geäussert. (Im Bild: Myerson im Januar 2015 anlässlich einer Windows-10-Pressekonferenz in Redmond, USA)

Jetzt hat sich Microsoft-Vize Terry Myerson in einem Blog-Post erstmals konkret zu den Vorwürfen geäussert. (Im Bild: Myerson im Januar 2015 anlässlich einer Windows-10-Pressekonferenz in Redmond, USA)

Microsoft / Handout
Der Microsoft-Vizepräsident verteidigt die Sammelpraktiken von Windows 10: Das System würde lediglich Daten sammeln, um besser funktionieren zu können.

Der Microsoft-Vizepräsident verteidigt die Sammelpraktiken von Windows 10: Das System würde lediglich Daten sammeln, um besser funktionieren zu können.

AP/Eric Risberg

Seit Microsoft im Juli sein neues Betriebssystem lanciert hat, ist vor allem die Datensammelwut von Windows 10 ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Bemängelt wird vor allem die fehlende Transparenz seitens des US-Konzerns, wie und welche Kundendaten Windows 10 genau abgreift.

Während die kritischen Stimmen noch nicht verstummt sind, fehlte seitens Microsoft bisher ein klares Statement zu der Angelegenheit. Stattdessen verneinte das Unternehmen lediglich, dass mit den Nutzerdaten Missbrauch betrieben würde und verwies auf die ziemlich verworrenen Privatsphäre-Bestimmungen.

Sammeln gegen Fehler

Nun hat Microsofts Vizepräsident Terry Myerson in einem Blog-Eintrag höchstpersönlich das Thema aufgegriffen. So würde das Betriebssystem persönliche Informationen der Kunden sammeln, um einige der besten Features zu verbessern, wie etwa die virtuelle Assistentin Cortana. Zudem würden Daten über die Leistung von Nutzer-Computern erhoben, um «potenzielle Fehler zu erkennen und auszumerzen».

«Wir haben Windows 10 von Grund auf nach zwei Privatsphäre-Prinzipien designt. Erstens: Windows 10 sammelt Informationen, um besser für Sie funktionieren zu können. Zweitens: Sie haben die Kontrolle darüber, welche Informationen gesammelt werden.»

Die gesammelten Daten würden auf verschlüsseltem Weg auf die Microsoft-Server übermittelt und in sicheren Serverräumen gespeichert. «Unsere Privatsphäre-Prinzipien sind gut. Jetzt müssen wir (auf die Kunden) hören und lernen», so Myerson gegenüber CNN.com.

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