Nach Google-Rauswurf: Microsoft weist Vorwürfe zurück
Aktualisiert

Nach Google-RauswurfMicrosoft weist Vorwürfe zurück

Wegen Sicherheitsbedenken will Google seinen Mitarbeitern nur noch in Ausnahmefällen erlauben, mit Windows zu arbeiten. Microsoft wehrt sich gegen die Anschuldigungen.

von
mbu
«Sogar Hacker bestätigen, dass wir unsere Produkte besser schützen als alle anderen», schreibt Microsoft-Manager Brandon LeBlanc in seinem Blogeintrag.

«Sogar Hacker bestätigen, dass wir unsere Produkte besser schützen als alle anderen», schreibt Microsoft-Manager Brandon LeBlanc in seinem Blogeintrag.

Nachdem die «Financial Times» Anfang der Woche berichtet hatte, dass Google-Mitarbeiter nicht mehr ganz so frei bei der Wahl des Betriebssystems auf ihrem Geschäfts-Rechner seien und wegen Sicherheitsbedenken künftig nur noch Mac OS X oder Linux zugelassen würden, hat ein Microsoft-Manager mit einem Blogeintrag reagiert. Brandon LeBlanc wehrt sich entschieden gegen den Vorwurf, dass Windows unsicherer als andere Betriebssysteme sein soll: «Sogar Hacker bestätigen, dass wir unsere Produkte besser schützen als alle anderen» und verlinkt auf einen entsprechenden Artikel auf dem IT-Newsportal cnet.com.

Zudem verweist er darauf, dass die renommierte Yale University die in Angriff genommen Umstellung auf Googles Mail-System wegen Sicherheitsbedenken wieder abgebrochen habe. Des Weiteren betont er in seinem Blogpost, dass die Sicherheit der User bei Microsoft höchste Priorität habe und führt quasi als Beweis eine ganze Reihe von getroffenen Massnahmen auf.

Die Richtlinien bei Google sollen laut dem FT-Artikel infolge der Hacker-Attacken aus China, die im vergangenen Januar publik gemacht wurden, angepasst worden sein. Dabei soll eine Lücke in Windows ausgenutzt worden sein. Das Microsoft Betriebssystem wird seither offenbar als Sicherheitsrisiko eingestuft. «Wir haben bei Microsoft nicht so ein gutes Gefühl. Es würden sich wohl mehr Leute darüber ärgern, wenn Macs verboten worden wären», wird ein Google-Mitarbeiter zitiert. Zudem sei es ein erklärtes Ziel von Google, dass eigene Betriebssystem Chrome OS voranzutreiben, das bislang noch kein vollwertiger Ersatz zu herkömmlichen Betriebssystemen sei.

Auf Anfrage von 20 Minuten Online sagte Google Schweiz: «Wir haben natürlich starkes Interesse daran, die Effizienz unserer Abläufe laufend zu verbessern. Einzelne innerbetriebliche Angelegenheiten kommentieren wir jedoch nicht.»

Nichts verpassen

Das Ressort Digital ist auch auf Twitter vertreten. Folgen Sie uns und entdecken Sie neben unseren Tweets die interessantesten Tech-News anderer Websites.

Deine Meinung