Aktualisiert 22.03.2011 09:31

ArbeitsweltMiese Jobs machen krank

Die Arbeitslosigkeit trifft einen hart und zumeist unerwartet. Australischen Wissenschaftlern zufolge lässt sich sogar dieses Übel toppen.

von
rre
Ein schlechter Job - offenbar schlimmer als die Arbeitslosigkeit. (Bild: Colourbox)

Ein schlechter Job - offenbar schlimmer als die Arbeitslosigkeit. (Bild: Colourbox)

Viele Arbeitnehmer stürzt der Verlust des Jobs in eine Krise. Sie werden aus einer gewohnten Struktur herausgerissen und sehen einer ungewissen Zukunft entgegen.

Eine grosse psychische Belastung. Für den Staat ist der Arbeitslose vor allem ein Kostenfaktor. Nicht zuletzt deshalb steht die rasche Vermittlung des Erwerbslosen an eine neue Stelle im Vordergrund.

Unter Umständen ist das für den Vermittelten aber deutlich schlimmer als die Arbeitslosigkeit selbst. Wissenschaftler der Universität Canberra in Australien nahmen Erhebungsdaten von rund 7000 Menschen unter die Lupe. Zu den Fragen, die Peter Butterworth und sein Team auswerteten, gehörten beispielsweise, ob die tägliche Arbeit Herausforderungen mit sich bringen würden. Auch Faktoren wie Bezahlung, Sicherheitsstandards und Eigenständigkeit bei Ausübung des Jobs wurden abgefragt.

Schlechter Job, schlechte Bezahlung

Bei der Auswertung zeigte sich, dass diese Fragen beim untersten Segment der Berufstätigkeit nahezu immer negativ bewertet wurden. Beim Vergleich mit dem Befinden von Arbeitslosen kamen die Wissenschaftler zum Schluss, dass es um die Gruppe dieser Arbeitnehmer ähnlich schlecht stand wie um die Erwerbslosen. Gemäss den Resultaten erging es den Schuftenden der untersten Lohnklasse sogar noch schlechter.

Das Fazit der Autoren der Studie: Zwar bekommen die Arbeitnehmer durch ihre Tätigkeit mehr Struktur in ihr Leben. Dafür mangelt es aber an Kontrolle, Selbstbestimmung, Sicherheit und nicht zuletzt am Geld.

Doch das ist nichts gegen die Entdeckung, die australische Wissenschaftler jetzt gemacht haben.

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