Aktualisiert 27.02.2018 11:53

Überangebot

Mieten für Wohnungen sinken in diesem Jahr

Immer mehr Immobilien stehen leer. Gleichzeitig geht die Nachfrage zurück. Davon dürften die Mieter profitieren.

von
dob
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Freudige Nachricht für Mieter: Die Mietpreise für Wohnungen dürfen 2018 leicht nach unten gehen.

Freudige Nachricht für Mieter: Die Mietpreise für Wohnungen dürfen 2018 leicht nach unten gehen.

Keystone/Martial Trezzini
Das schreibt die Credit Suisse in ihrer aktuellen Studie zum Schweizer Immobilienmarkt. Dafür würden die wachsenden Leerstände oder der steigende Druck auf die Mietpreise sprechen.

Das schreibt die Credit Suisse in ihrer aktuellen Studie zum Schweizer Immobilienmarkt. Dafür würden die wachsenden Leerstände oder der steigende Druck auf die Mietpreise sprechen.

Keystone/Christian Beutler
Auch die Nachfrage wird sinken, schätzt die Grossbank. Grund ist unter anderem die abnehmende Zuwanderung.

Auch die Nachfrage wird sinken, schätzt die Grossbank. Grund ist unter anderem die abnehmende Zuwanderung.

Keystone/Gaetan Bally

In diesem Jahr dürften die Mieten für Wohnungen sinken. Dafür sprechen die wachsenden Leerstände oder der steigende Druck auf die Mietpreise. Dennoch werden «auf sehr hohem Niveau» neue Mietwohnungen gebaut, wie die Credit Suisse in ihrer aktuellen Studie zum Schweizer Immobilienmarkt schreibt.

Wegen der abnehmenden Zuwanderung nehme aber die Nachfrage stetig ab. Der wirtschaftliche Aufschwung dürfte die Nachfrage jedoch stabilisieren. Die Grossbank rechnet mit in diesem Jahr mit einer weiteren deutlichen Zunahme der Leerstände von rund 2,5 Prozent. Die Mieten dürften daher um rund 1 Prozent sinken.

Eigentumswohnungen werden teurer

Die Preise für Eigentumswohnungen sind hingegen wieder gestiegen. Grund ist unter anderem die anziehende Konjunktur. «Der kräftige Wirtschaftsaufschwung verschafft dem Wohneigentumsmarkt neue Nachfrageimpulse», so die Credit Suisse.

Angetrieben werden die Preise auch dadurch, dass in den letzten Jahren immer weniger Eigentumswohnungen gebaut werden. Das führt zu einer Verknappung des Angebots, was die Preise steigen lässt. Neu Bauprojekte werden erst allmählich wieder vermehrt geplant, so die Grossbank. Sie rechnet für 2018 mit anhaltenden tiefen Leerständen bei Wohneigentum und einem Anstieg der Preise von 2 bis 2,5 Prozent in fast allen Regionen.

Keine Überhitzung in Sicht

Eine erneute Überhitzung des Marktes sei aber dennoch nicht zu erwarten. Das hohe Preisniveau sowie regulatorische Massnahmen auf dem Immobilienmarkt würden dies weitgehend verhindern. Die Nachfrage dämpfen dürften laut Credit Suisse auch die Demografie: «Mit den Babyboomern gelangen nachfragestarke Jahrgänge allmählich in ein Alter, in dem die

Nachfrage nach Wohneigentum abnimmt», schreibt die Bank.

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