Hotel Atlantis: Mieter Hofmann droht mit Räumung
Aktualisiert

Hotel AtlantisMieter Hofmann droht mit Räumung

Den Besetzern des ehemaligen Hotels Atlantis in Zürich droht Ungemach. Der Vermieter stellt ein Ultimatum.

Die Besetzer des ehemaligen Hotels Atlantis müssen raus.

Die Besetzer des ehemaligen Hotels Atlantis müssen raus.

Sollten die Besetzer des einstigen Zürcher Fünfsternhotels Atlantis bis am Montagmittag nicht ausgezogen sein, will der Mieter der Liegenschaft, Werner Hofmann, Strafantrag stellen. Dann droht die polizeiliche Räumung des Gebäudes.

Dies sagte Hofmann am Sonntagabend in einem Gespräch mit dem Regionaljournal von DRS 1. Der Unternehmer will im ausgedienten Hotel günstigen Wohnraum für Studierende und Lernende anbieten. Diese Zwischennutzung soll so lange dauern, bis das Haus zu Eigentumswohnungen umgewandelt wird, wie es die Eigentümer vorsehen.

Seit rund zwei Wochen ist das ehemalige Hotel am Stadtrand aber besetzt. Die Besetzer fordern das Gebäude für öffentliche Veranstaltungen. Mehrere Ultimaten Hofmanns haben sie bisher verstreichen lassen. Das sei diesmal anders, versicherte Hofmann.

Er komme den Besetzer aber entgegen, sagte er. Von den insgesamt rund 10 000 Quadratmetern wolle er ihnen einen Teil überlassen, den sie für ihre Zwecke nutzen könnten. Allerdings mit klaren Regeln. Er werde es ihnen «nicht leicht machen», aber sie «werden eine Chance haben», sagte er.

«Nichts mit Herz zu tun»

Schon am kommenden Samstag könnten die ersten Mieterinnen und Mieter in die hergerichteten ehemaligen Hotelzimmer einziehen. Bereits hätten sich einige Interessierte gemeldet. Dass er besonders günstigen Wohntraum für Studierende anbieten wolle, habe im übrigen «nichts mit Herz» zu tun, erklärte der Unternehmer.

Er habe mit dem Eigentümer die Zwischennutzung des leer stehenden Gebäudes abgesprochen. Im Gegenzug solle seine Firma später den Auftrag für die Installation von Heizung und Sanitäranlagen erhalten. Dies habe man «per Handschlag» vereinbart.

Das Hotel war Ende der 1960er Jahre erbaut worden. Lange galt es als Top-Adresse in Zürich. Ende Oktober 2004 wurde es geschlossen. Von Januar 2009 bis August 2010 nutzte es die Stadt als Unterkunft für rund 200 Asylsuchende, dann stand es wieder leer. (sda)

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