Zürich: Migranten-Kinder im Gymi erfolgreich
Aktualisiert

ZürichMigranten-Kinder im Gymi erfolgreich

Eine Studie der Uni Zürich zeigt: Immer mehr Migranten-Kinder bestehen dank Förderung die Gymiprüfung.

von
Deborah Sutter
Eine der Schulklassen des Programms ChagALL.

Eine der Schulklassen des Programms ChagALL.

Die Aufnahmeprüfungen ans Gymnasium sind kein Zuckerschlecken – Kinder mit Migrationshintergrund haben noch zusätzlich zu kämpfen: «Die Eltern können sich meist keine teuren Lernhilfen leisten, hinzu kommen Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache», sagt Stefan Marcec, Leiter des Programms Chancengerechtigkeit durch Arbeit an der Lernlaufbahn (ChagALL) am privaten Gymnasium Unterstrass. Das Programm fördert seit vier Jahren jugendliche Migranten – mit Erfolg: «Eine neue Studie der Uni Zürich zeigt, dass die Erfolgsquote unserer Schüler bei der Aufnahmeprüfung ab der dritten Sek bei etwa 62% liegt», so Marcec. In einem Jahr werden die ersten vier ChagALL-Schüler die Matur machen.

Finanzierung ist für die nächsten vier Jahre sichergestellt

Die Aufnahmekriterien für das ChagALL sind klar definiert: «Die Eltern müssen Ausländer, bildungsfern und finanzschwach sein», sagt Marcec. Dazu sei eine Empfehlung durch den Klassenlehrer und das Bestehen eines Intelligenztests nötig. Wer aufgenommen wird, braucht während des sechsmonatigen Programms Durchhaltevermögen: «Die Jugendlichen investieren sowohl den freien Mittwochnachmittag als auch den Samstagmorgen für das Lernen auf die Aufnahmeprüfung, da gibt es schon Durchhänger», sagt Marcec. Auch der Kanton Zürich ist vom Erfolg des Projekts beeindruckt – Mark Kummer, Chef des Mittelschul- und Berufsbildungsamts, sagt: «Ab Juni übernimmt der Kanton die Finanzierung von ChagALL für die nächsten vier Jahre.»

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