Aktualisiert 08.10.2019 10:05

Lohnrunde 2020

Migros erhöht die Löhne um 0,5 bis 0,9 Prozent

Die Migros-Gruppe hat mit ihren Sozial- und Vertragspartnern eine Einigung bezüglich Lohnrunde 2020 erzielt. Die Unia ist nicht zufrieden.

von
dmo
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Angestellte der Migros-Gruppe werden 2020 mehr Lohn verdienen.

Angestellte der Migros-Gruppe werden 2020 mehr Lohn verdienen.

Keystone
Die Lohnsumme wird per 1. Januar 2020 um 0.5 bis 0.9 Prozent erhöht.

Die Lohnsumme wird per 1. Januar 2020 um 0.5 bis 0.9 Prozent erhöht.

Keystone/Alessandro Della Bella
Dieses Verhandlungsergebnis gilt für die Mitarbeitenden und Branchen, die dem Migros-Landes-Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind

Dieses Verhandlungsergebnis gilt für die Mitarbeitenden und Branchen, die dem Migros-Landes-Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind

Keystone/Ennio Leanza

Dieses Verhandlungsergebnis gilt für die Mitarbeitenden und Branchen, die dem Migros-Landes-Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind. Die Lohnerhöhungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgen individuell nach Funktion und Leistung.

«Wir freuen uns, dass wir zusammen mit unseren internen und externen Sozialpartnern eine gemeinsame Lösung erzielen konnten, die unter den anspruchsvollen Marktbedingungen vertretbar ist», sagt Sarah Kreienbühl, Mitglied der Generaldirektion des MGB. Der interne Sozialpartner ist die Lako (Landeskommission der Migros-Gruppe), die externen Sozialpartner sind der Kaufmännische Verband und der Metzgereipersonal-Verband der Schweiz. Sarah Kreienbühl dankt allen Mitarbeitenden herzlich für deren tägliches Engagement.

«Eine tragfähige Lösung für alle Seiten gefunden»

Die Vertreter der externen Sozialpartner sind mit dem Ergebnis der diesjährigen Lohnrunde zufrieden: «Die Migros-Gruppe hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Die Lohnerhöhungen sind nun ein wichtiges Signal für die Mitarbeitenden», erklärt Caroline Schubiger, Leiterin Beruf und Beratung beim Kaufmännischen Verband.

Der Vertreter der internen Sozialpartner, Alain Montani, begrüsst die Einigung: «Wir haben eine tragfähige Lösung für alle Seiten gefunden, welche die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen berücksichtigt», sagt der Präsident der Landeskommission der Migros-Gruppe.

Mittlerweile hat sich auch die Unia zu Wort gemeldet. In einer Mitteilung heisst es: «Die bei der Migros ausgehandelte Spanne der Lohnerhöhungen reicht in vielen Fällen nicht, um die Lebenshaltungskosten der Angestellten zu decken.» Ausserdem verlangt die Unia, dass mit wirksamen und transparenten Massnahmen die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männer geschaffen wird.

Weiter heisst es von der Gewerkschaft: «Als grösste Detailhändlerin ist die Migros auch die erste, die unter einem schlechten Konsumklima leidet, wenn die Reallöhne nicht steigen. Dass die Migros nicht die Kaufkraft aller ihrer Zehntausenden von Mitarbeitenden erhalten will, ist unverständlich.»

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