Coronavirus-Jahr: Migros steigert Umsatz auf fast 30 Milliarden Franken
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Coronavirus-JahrMigros steigert Umsatz auf fast 30 Milliarden Franken

Das Ergebnis des Coronajahrs ist da: Die Migros konnte 2020 ihren Umsatz um 4 Prozent auf 29,8 Milliarden Franken steigern. Vor allem auch im Onlinehandel ging es bergauf.

von
Raphael Knecht
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Trotz Pandemie konnte die Migros 2020 ihren Umsatz steigern.

Trotz Pandemie konnte die Migros 2020 ihren Umsatz steigern.

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 Geschäftsfelder wie Reisen, Gastronomie sowie Fitness- und Freizeitangebote haben laut dem Unternehmen starke Einbussen verzeichnet.

Geschäftsfelder wie Reisen, Gastronomie sowie Fitness- und Freizeitangebote haben laut dem Unternehmen starke Einbussen verzeichnet.

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Dafür gab es im Handel eine höhere Nachfrage.

Dafür gab es im Handel eine höhere Nachfrage.

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Darum gehts

  • Migros präsentiert die Umsatzzahlen.

  • Insgesamt meldet der Konzern einen konsolidierten Umsatz von 29,8 Milliarden Franken.

  • Das Coronavirus hat den Geschäftsgang stark beeinflusst.

  • Im Onlinehandel resultierte ein Plus von über 30 Prozent.

Die Migros hat im Jahr 2020 einen konsolidierten Umsatz von 29,8 Milliarden Franken verzeichnet. Das ist ein Plus von 4 Prozent. Im Detailhandel waren es plus 7,2 Prozent und 24,2 Milliarden Franken – bereinigt um die Verkäufe von Globus und Depot. Der Onlinehandel verzeichnete ein Plus von 31 Prozent auf knapp 3 Milliarden Franken.

Es sei das erste Mal, dass der Migros-Onlinehandel innert eines Jahres um über 10 Prozent wachsen konnte. Überflieger im Onlinehandel ist der Branchenprimus Digitec Galaxus: Dort liegt der Umsatz bei 1,7 Milliarden Franken. Das sind 56,4 Prozent mehr als 2019.

Mehr Nachfrage dank Pandemie

Wegen der Pandemie habe es im Handel eine höhere Nachfrage gegeben, heisst es in einer Mitteilung. Geschäftsfelder wie Reisen, Gastronomie sowie Fitness- und Freizeitangebote hätten hingegen starke Einbussen verzeichnet. Insgesamt ist CEO Fabrice Zumbrunnen aber zufrieden: «Die Migros hat das Extremjahr gut gemeistert.»

Laut Zumbrunnen ist das positive Ergebnis dem ausserordentlichen Einsatz der Angestellten zu verdanken. Der Detailhändler hat den Mitarbeitenden, die während des Lockdowns im Frühling im Einsatz waren, bis zu 500 Franken Prämie bezahlt. Auch andere Schweizer Unternehmen wie Coop und die Post haben solche Prämien ausgezahlt.

Mehr Lohn, weniger Ausgleich

Die Lohnsumme bei der Migros soll dieses Jahr steigen. Zwar gebe es keine generelle Lohnerhöhung, je nach Funktion und Leistung soll der Lohn aber um bis zu 0,5 Prozent steigen. Allerdings wurde kürzlich auch bekannt, dass die Migros die durch Kurzarbeit entstehenden Lohnausfälle nicht mehr ausgleichen wird. Wie der «Blick» berichtet, dürfte das vor allem die Fitness- und Freizeitanlagen, die Klubschule, Hotelplan sowie die Gastronomie der Migros betreffen. Auch Händler wie Melectronics, Micasa und SportXX müssen derzeit geschlossen bleiben. Allerdings werde derzeit geprüft, ob betroffene Mitarbeiter in anderen Bereichen eingesetzt werden können und so nicht auf Kurzarbeit umstellen müssen.

Minus bei Coop

Beim Konkurrenten Coop gabs dieses Jahr zwar ein leichtes Minus, der Umsatz lag mit 30,2 Milliarden Franken aber etwas über dem Ergebnis der Migros. Coop konnte im Onlinehandel stark zulegen. Das Umsatzplus im Detailhandel online lag bei 35,2 Prozent. Der Online-Supermarkt Coop.ch machte ein Plus von 42,6 Prozent.

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