Migros steigt im Abholgrosshandel ein
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Migros steigt im Abholgrosshandel ein

Die Verwaltung des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) hat einer 30-Prozent-Beteiligung an der Familienunternehmung Cash&Carry Angehrn zugestimmt.

Zum Preis der Beteiligung wurden in der Mitteilung keine Angaben gemacht. Die Partnerschaft mit Cash&Carry Angehrn (CCA) passe in die Strategie der Migros, das Grossverbrauchergeschäft ganzheitlich zu bearbeiten, heisst es darin. Sie sei eine optimale Ergänzung der im Zustellgrosshandel tätigen Migros-Unternehmung Scana AG und erschliesse der Migros-Eigenindustrie einen wichtigen neuen Markt. Die Markenartikelpolitik von CCA spiele weiterhin eine zentrale Rolle. Für CCA und Migros sei die Beteiligung eine Chance, in der Schweiz langfristig wachsen und erfolgreich bleiben zu können.

CCA wird als eigenständige Familienunternehmung von den bisherigen Geschäftsleitern Martin und Thomas Angehrn weitergeführt, wie der MGB weiter mitteilte. Für die mehr als 300 CCA-Beschäftigten habe die Minderheitsbeteiligung der Migros keine Veränderungen zur Folge. Die von CCA eingeleitete Expansion werde wie geplant vorangetrieben.

Die CCA mit Sitz in Gossau im Kanton St. Gallen wird gemäss den Angaben in fünfter Generation von der Familie Angehrn geführt. Sie betreibt in der Deutschschweiz acht Abholgrosshandelsmärkte für Restaurants, Hotels, Heime, Bäckereien, Kioske sowie Dorf- und Quartierläden. Die Kunden profitierten von der strategischen Zusammenarbeit mit Scana vor allem von Beschaffungsvorteilen, die durch grössere Volumen entstünden. (dapd)

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