Grillen statt Rindfleisch: Migros und Coop fördern Insekten-Start-up
Publiziert

Grillen statt RindfleischMigros und Coop fördern Insekten-Start-up

Eine neues Förderprogramm unterstützt innovative Nahrungsmittelfirmen. Migros und Coop gehören zu den prominenten Geldgebern.

von
lin
1 / 5
Meal worms are sorted before being cooked Wednesday, Feb. 18, 2015, in San Francisco. A growing number of "entopreneurs" are trying to persuade consumers that insects are the next super food, a nutritious, low-cost, environmentally friendly source of protein that can help feed a hungry world. But they face a tough job convincing Westerners that crickets, meal worms and caterpillars can be tasty treats. (AP Photo/Ben Margot)

Meal worms are sorted before being cooked Wednesday, Feb. 18, 2015, in San Francisco. A growing number of "entopreneurs" are trying to persuade consumers that insects are the next super food, a nutritious, low-cost, environmentally friendly source of protein that can help feed a hungry world. But they face a tough job convincing Westerners that crickets, meal worms and caterpillars can be tasty treats. (AP Photo/Ben Margot)

AP/ben Margot
Genevieve Gladson Rainville turns over meal worms as they bake in an oven Wednesday, Feb. 18, 2015, in San Francisco. A growing number of "entopreneurs" are trying to persuade consumers that insects are the next super food, a nutritious, low-cost, environmentally friendly source of protein that can help feed a hungry world. But they face a tough job convincing Westerners that crickets, meal worms and caterpillars can be tasty treats. (AP Photo/Ben Margot)

Genevieve Gladson Rainville turns over meal worms as they bake in an oven Wednesday, Feb. 18, 2015, in San Francisco. A growing number of "entopreneurs" are trying to persuade consumers that insects are the next super food, a nutritious, low-cost, environmentally friendly source of protein that can help feed a hungry world. But they face a tough job convincing Westerners that crickets, meal worms and caterpillars can be tasty treats. (AP Photo/Ben Margot)

AP/ben Margot
kein Anbieter

Die beiden Detailhändler Migros und Coop sind für gewöhnlich Konkurrenten. Wenn es um die Zukunft der Ernährung geht, sitzen die beiden Genossenschaften aber im selben Boot. Mit jährlich je 250'000 Franken unterstützen sie die Zürcher Start-up-Initiative Kickstart Accelerator. Acht Jungunternehmen wurden im Bereich Essen für die erste Ausgabe des Förderprogramms ausgewählt.

Darunter befindet etwa die finnische Firma EntoCube, die Essensreste und Grünabfälle in einer Container-Farm an Grillen verfüttert, die anschliessend zu Protein-Pulver verarbeitet werden, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. The Algae Factory aus den Niederlanden will ebenfalls Alternativen zu Fleisch als Hauptproteinquelle zum Durchbruch verhelfen und setzen dabei auf Algen.

Noch nicht marktreif

Da Algen und Insekten viel weniger Ressourcen verbrauchen als Rinder oder Schweine, gelten sie als Hoffnungsträger, um die laufend wachsende Weltbevölkerung ohne Raubbau an der Natur ernähren zu können. Auch in der Schweiz sind Insekten als Nahrungsmittel seit 2016 erlaubt.

«Das Potenzial von Algen und Insekten ist enorm, aber der Weg zum Markt noch relativ lang», sagt Stefan Schöbi vom Förderfonds Engagement Migros zur «NZZ am Sonntag». Deshalb würden solche Geschäftsideen zuerst im Rahmen des Kickstart Accelerator weiterentwickelt. «Bis Grillen-Burger oder Algen-Schokolade in die Regale kommen, ziehen bestimmt noch einige Jahre ins Land», so Schöbi.

Der Kickstart Accelerator ist das grösste Programm des Vereins Digital Zürich 2025, der sich zum Ziel gesetzt hat, Zürich zu einem führenden Standort für digitalen Innovationen zu machen. Neben der öffentlichen Hand unterstützen eine Reihe von namhaften Konzernen die Initiative.

Deine Meinung