Preiskrieg - Migros und Rivella versöhnen sich

Aktualisiert

PreiskriegMigros und Rivella versöhnen sich

Migros verkauft wieder Rivella Fresh. Auch das Focuswater des Getränkeherstellers aus Rothrist soll bald zurück im Regal sein. Beigelegt ist der Streit aber noch nicht ganz.

von
Marcel Urech
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Die Migros hat Rivella Refresh wieder in ihr Sortiment aufgenommen.

Die Migros hat Rivella Refresh wieder in ihr Sortiment aufgenommen.

Rivella
Das Getränk ist nun billiger als vor dem Preisstreit.

Das Getränk ist nun billiger als vor dem Preisstreit.

Rivella
Rivella Refresh kosten jetzt bei Migros nur noch 2,40 statt 2,50 Franken.

Rivella Refresh kosten jetzt bei Migros nur noch 2,40 statt 2,50 Franken.

PPR

Darum gehts

  • Die Wogen zwischen Migros und Rivella haben sich geglättet.

  • Migros führt Rivella Fresh wieder im Sortiment, das Focuswater soll bald folgen.

  • Der Detailhändler hat den Preis der Getränke zudem leicht gesenkt.

Migros hat im April die Getränke Rivella Grüntee, Rivella Refresh und Focuswater aus dem Regal genommen. Grund dafür waren harzige Preisverhandlungen. «Wir haben keine Lust, uns erpressen zu lassen», sagte Rivella-Chef Erland Brügger damals.

Nun haben sich die Wogen geglättet: Rivella Fresh ist zurück in den Regalen und auch Focuswater soll bald wieder im Sortiment sein, wie die Zeitungen von Tamedia schreiben. Rivella Grüntee bleibe hingegen ausgelistet, teilt ein Migros-Sprecher gegenüber der «SonntagsZeitung» mit.

Rivella ist nun günstiger

Der Bestellstopp dürfte Rivella weh getan haben: Die betroffenen Marken sind jung und haben ein grosses Wachstumspotenzial. Um dieses auszuschöpfen, ist der Getränkehersteller auf Grossverteiler wie Migros angewiesen. Laut der «SonntagsZeitung» ist Rivella beim Detailhändler nun ein paar Rappen günstiger. 1,5 Liter Rivella Rot, Rivella Blau oder Rivella Refresh kosten nur noch 2.40 statt 2.50 Franken.

Migros Umgang mit Lieferantinnen und Lieferanten beschäftigte letztes Jahr bereits die Wettbewerbskommission (Weko). Die Markenvereinigung Promarca warf Migros Verstösse gegen das Kartellgesetz vor und erstatte Anzeige.
Der Detailhändler soll Hersteller bei Preisverhandlungen mit Drohbriefen unter Druck setzen. Die Weko hat ihre Marktbeobachtung inzwischen allerdings abgeschlossen und keinen Missbrauch festgestellt.

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