Albisriederplatz Zürich: Migros verhindert mit Erfolg Wägeli-Diebstahl
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Albisriederplatz ZürichMigros verhindert mit Erfolg Wägeli-Diebstahl

In der Migros-Filiale am Albisriederplatz bleiben Einkaufswagen weiterhin mit Diebstahlsicherungen ausgestattet. Ausnahmen gibt es nur für gewisse Kunden.

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ced
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In den Filialen der  Migros Zürich verschwinden jedes Jahr bis zu 2500 Einkaufswagen. Im Supermarkt am Albisriederplatz sind diese deshalb mit Diebstahlsicherungen ausgestattet.

In den Filialen der Migros Zürich verschwinden jedes Jahr bis zu 2500 Einkaufswagen. Im Supermarkt am Albisriederplatz sind diese deshalb mit Diebstahlsicherungen ausgestattet.

Keystone/Gaetan Bally
Einkaufswagen landen auch andernorts oft ausserhalb der Supermärkte: In Spreitenbach etwa muss das Shoppi Tivoli fast täglich auf Sammel-Tour gehen - insbesondere im benachbarten Langäcker-Quartier.

Einkaufswagen landen auch andernorts oft ausserhalb der Supermärkte: In Spreitenbach etwa muss das Shoppi Tivoli fast täglich auf Sammel-Tour gehen - insbesondere im benachbarten Langäcker-Quartier.

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Weil in der Migros-Filiale am Albisriederplatz regelmässig Einkaufswagen gestohlen wurden, hatte der Detailhändler im Frühling einen Pilotversuch gestartet: Eine Magnetschranke im Boden verhindert seit April, dass Kunden mit dem Wägeli den Ausgang passieren können, indem die Räder blockiert werden.

Vier Monate später zieht Rolf Fuchs, Sprecher der Genossenschaft Migros Zürich, ein positives Fazit. «Das Diebstahlsicherungssystem hat sich für die Filiale am Albisriederplatz bewährt und wird auch weiter im Einsatz sein», sagt er zum «Tages-Anzeiger». Einziges Problem seien technische Startschwierigkeiten gewesen – und Leute, die sich beschwert hätten, weil sie ihre Einkäufe nur noch mit Mühe nach Hause bringen konnten.

Ausnahmen auf individuelle Anfrage

Vor allem ältere Personen aus dem anliegenden Quartier haben sich laut «Blick» darüber beschwert, dass sie ihre Einkäufe mit dem Wägeli nicht mehr bis vor die Haustür stossen konnten. Dafür wurde nun eine Lösung gefunden. Wie Fuchs sagt, macht der Filialleiter bei älteren Kunden neuerdings eine Ausnahme und leiht ihnen auf individuelle Anfrage ein Einkaufswagen ohne Wegfahrsperre.

Alle anderen Kunden erhalten nach wie vor ein Wägeli mit Diebstahlsicherung – die mittlerweile auch reibungslos funktioniert. Am Anfang sei es ab und zu vorgekommen, dass die Räder plötzlich mitten im Laden blockierten. Das habe an der neumontierten Technik gelegen und sei nun überwunden. «Jetzt ist das System stabil», sagt Migros-Sprecher Fuchs.

Keine weiteren Filialen

Trotz erfolgreichem Pilotversuch hat die Migros vorerst nicht vor, weitere Filialen in Zürich mit Magnetschranken auszurüsten. Der Standort am Albisriederplatz ist laut Fuchs nur gewählt worden, weil dort das Problem der Wägeli-Diebstähle besonders schlimm war. Zudem gibt es bei besagtem Laden keine Parkplätze vor dem Haus – deshalb gebe es gemässe dem Migros-Sprecher eigentlich auch keinen Grund, das Lokal mit dem Einkaufswagen zu verlassen.

Obwohl oft ersichtliche Gründe fehlen, kommen der Migros Zürich in allen Filialen jährlich an die 2500 Wägeli abhanden. Das geht ins Geld: Ein neuer Einkaufswagen kostet 160 Franken. Damit entsteht für den Detailhändler jedes Jahr ein Schaden von rund 400'000 Franken.

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