Migros will bis zu 100 neue kleinere Filialen eröffnen

Aktualisiert

Nahversorgung stärkenMigros will bis zu 100 neue kleinere Filialen eröffnen

Der Trend geht weg von grossen zu kleineren Geschäften. Die Migros will aufholen und sieht Potenzial darin, bis zu 100 neue kleinere Migrosfilialen zu eröffnen. 

von
Florian Osterwalder
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Migros will mehr kleinere Läden, sagt Chef Fabrice Zumbrunnen. Im Bild eine Migros-Filiale in Luzern. (Archivbild)

Migros will mehr kleinere Läden, sagt Chef Fabrice Zumbrunnen. Im Bild eine Migros-Filiale in Luzern. (Archivbild)

20min/Matthias Spicher
«Wir müssen unser Nahversorgungsnetz stärken»: Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen.

«Wir müssen unser Nahversorgungsnetz stärken»: Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen.

20min/Fabian Pöschl
Die Migros hat 2022 einen Rekordumsatz erzielt.

Die Migros hat 2022 einen Rekordumsatz erzielt.

20min/Steve Last

Darum gehts

  • Die Migros erzielte 2022 zwar einen Rekordumsatz, doch ging der Umsatz in den Supermärkten zurück.

  • Der Detailhändler plant deshalb, sein Filialnetz um bis zu 100 kleinere Geschäfte zu erweitern.

  • Es sei aber nicht immer einfach, die richtigen Standorte zu finden, sagt Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen in einem Interview.

Die Migros betreibt viele grosse, zentral gelegene Filialen. Doch der Trend geht weg von grossen Wocheneinkäufen. «Wir müssen unser Nahversorgungsnetz stärken. Das hat Priorität für uns», sagt deshalb Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen. Der Detailhändler plant mittelfristig 50 und langfristig 100 neue, kleine Filialen. «Wir wollen mehr kleinere Läden.» Es sei aber nicht immer einfach, die richtigen Standorte zu finden, sagt Zumbrunnen weiter. 

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Die Strategie mit mehr kleineren Läden heisse nicht, dass die Migros die Supermärkte verkleinern wolle. «Sie haben auch in Zukunft eine hohe Bedeutung», sagt der Migros-Chef in den Zeitungen weiter.

Corona-Pandemie und Coffee B

Die Migros hat 2022 einen Rekordumsatz erzielt, doch in den Supermärkten ist der Umsatz um 3,1 Prozent geschrumpft. Das sei nach der Aufhebung der Corona-Massnahmen erwartet worden, weil die Leute wieder auswärts essen, reisen und im Ausland einkaufen. Besonders im Tessin ist der Umsatz überdurchschnittlich zusammengebrochen. Während der Corona-Pandemie sei dies noch anders gewesen. «Dort stieg der Umsatz während der Covid-Krise besonders stark, weil der Einkaufstourismus zusammenbrach», so Zumbrunnen gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Entsprechend deutlicher gehe der Umsatz nun wieder zurück, wo sich die Lage normalisiert habe, so der Migros-Chef weiter.  

Im Gespräch mit den Tamedia-Zeitungen geht es auch um das neue Kaffeekapselsystem Coffee B. Zumbrunnen sagt, man sei zufrieden mit dem Geschäft. «Erstes Ziel war es, dieses Produkt bekannt zu machen. Heute wissen zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung, dass es Coffee B gibt.» Die Konkurrenz habe stark auf Coffee B reagiert. «Das hätte sie nicht gemacht, wenn unser Produkt nicht innovativ wäre.»

(chk)

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