Nach Rassismusvorwürfen: Migros wirft Dubler-«Mohrenköpfe» raus
Aktualisiert

Nach RassismusvorwürfenMigros wirft Dubler-«Mohrenköpfe» raus

Die Migros hat sich die Rassismusvorwürfe zu Herzen genommen. Die aktuelle Debatte habe die Migros zu dem Schritt bewegt, sich von Dubler-«Mohrenköpfen» zu trennen. Die Detailhändlerin geht davon aus, dass der Entscheid zu weiteren Diskussionen führen wird.

von
Fabian Pöschl
Raphael Knecht
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Dubler-«Mohrenköpfe» sind nicht mehr bei der Migros Zürich erhältlich.

Dubler-«Mohrenköpfe» sind nicht mehr bei der Migros Zürich erhältlich.

KEYSTONE

Die Migros Zürich hat sich nach Rassismusvorwürfen gegen die Süssigkeiten entschieden.


Die Migros Zürich hat sich nach Rassismusvorwürfen gegen die Süssigkeiten entschieden.

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Die Dubler-Süssigkeiten waren ursprünglich in der Migros-Filiale Shopvillemärt am Zürcher Hauptbahnhof erhältlich, später gab es sie dann auch in anderen Filialen der Genossenschaft Migros Zürich zu kaufen.

Die Dubler-Süssigkeiten waren ursprünglich in der Migros-Filiale Shopvillemärt am Zürcher Hauptbahnhof erhältlich, später gab es sie dann auch in anderen Filialen der Genossenschaft Migros Zürich zu kaufen.

Darum gehts

  • Die Migros trennt sich nach jahrelangen Rassismusvorwürfen von Dubler-«Mohrenköpfen».
  • Bisher begründete der Detailhändler den Verbleib im Sortiment mit den vielen Fans.
  • Die Migros geht davon aus, dass der Entscheid zu weiteren Diskussionen führen wird.

Nach jahrelangen Rassismusvorwürfen hat die Migros Zürich genug: Sie trennt sich von den Dubler-«Mohrenköpfen». Der aktuelle Diskurs zeige auf, dass der Produktnamen als provozierend empfunden werden kann, sagt eine Migros-Sprecherin zu 20 Minuten. «Die Diskussion hat uns veranlasst, die Situation neu zu beurteilen.»

Bisher begründete die Migros den Verbleib im Sortiment mit den vielen Fans, die die Dubler-Süssigkeiten hätten. 2018 hatte das «Komitee gegen rassistische Süssigkeiten» gegen die «Mohrenköpfe» eine Petition lanciert. Diese blieb allerdings wirkungslos.

Die Migros reagiert mit dem Schritt auf einen Tweet: Die Twitter-Nutzerin @MereSirrTeh hatte Anfang Woche ein Video gepostet mit der Bitte an die Migros, die Dubler-Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Ihren Post ergänzte sie mit dem Hashtag «BLM», der für «Black Lives Matter» steht.

Seit über zwei Wochen protestiert die «Black Lives Matter»-Bewegung in den USA gegen Rassismus und Polizeigewalt. Sie folgten auf den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizisten.

«Nur 2 Prozent Umsatzverlust»

Die Süssigkeiten des Herstellers aus Waltenschwil (AG) waren ursprünglich in der Migros-Filiale Shopvillemärt am Zürcher Hauptbahnhof erhältlich, später war sie dann auch in anderen Filialen der Genossenschaft Migros Zürich zu kaufen.

Immer wieder kam es zu Rassismus-Vorwürfen gegen die Migros und den Hersteller. Dubler-Besitzer Robert Dubler sagt zu 20 Minuten: «Das ist nicht weltbewegend, sind nur zwei Prozent Umsatzverlust.» Auf die Frage, ob er einsehe, dass das als rassistisch empfunden wird, antwortete er nicht. Er gab sich aber bereits in der Vergangenheit gegenüber 20 Minuten empört über die Vorwürfe.

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