Aktualisiert 07.12.2010 19:17

Kampf im Quartier

Migros-Zoff: Provisorium findet Anklag

Der Knatsch um das Migros-Provisorium auf dem Kasernenareal nimmt neue Dimensionen an: Die Befürworter haben im Breitsch über 2300 Unterschriften gesammelt.

von
big/nc
Migros-Türen sollen auch während des Umbaus geöffnet bleiben: Roger Mischler (SVP).

Migros-Türen sollen auch während des Umbaus geöffnet bleiben: Roger Mischler (SVP).

Viele Breitenrain-Bewohner wollen während des Migros-Umbaus nicht ihren Detailhändler wechseln: Die Petition des Ja-Komitees für ein Provisorium auf der Kasernenwiese findet grosse Unterstützung in der Bevölkerung. «Innert nur drei Wochen sind 2364 Unterschriften zusammengekommen», sagt Initiant Roger Mischler von der SVP Bern-Nord. «Gerechnet hatten wir mit der Hälfte.»

Freude herrscht auch bei der Migros: «Das ist ein starkes Zeichen aus der Bevölkerung», so Sprecher Thomas Bornhauser. Überraschend sei dies allerdings nicht – es widerspiegle das tägliche positive Feedback der Kundschaft.

Doch der Kampf ist noch nicht zu Ende: Rund 80 Einsprachen verlangen, dass die Migros während der Neubauphase temporär aus dem Berner Nordquartier verschwindet. Im Breitsch gebe es genügend andere Einkaufsmöglichkeiten, findet etwa das Grüne Bündnis Bern. Zudem befürchtet es Mehrverkehr im Quartier.

Für Bornhauser ist das kein Argument: «Das Provisorium wäre mit 700 Quadratmetern gleich gross wie der jetzige Bau.» Im Sinne der Gegner wäre es, das Areal für einen Spielplatz zu nutzen. Mischler hofft derweil, dass das Bau­inspektorat noch dieses Jahr über die Zukunft der Filiale entscheidet. (big/nc/20 Minuten)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.