12.09.2020 07:46

Nach schwerer KrankheitMike Shiva ist tot

Der Fernseh-Wahrsager und Esoteriker starb im Alter von 56 Jahren an den Folgen von Darmkrebs und einem Hirntumor.

Die TV-Auftritte von Mike Shiva sind legendär. Bei «20 Minuten» trat er in einer Videoserie auf und legte Roger Federer die Karten.

Darum gehts

  • Mike Shiva ist nach den Folgen von Darmkrebs und einem Hirntumor im Alter von 56 Jahren verstorben.
  • Shiva war der bekannteste Esoteriker der Schweiz. Der selbsternannte Wahrsager und Hellseher hatte diverse eigene TV-Sendungen. Zudem war er Moderator und Reality-TV-Teilnehmer.
  • So nahm Shiva 2018 am Reality TV-Format «Promi Big Brother» teil.

Der bekannteste Wahrsager der Schweiz ist gestorben. Mike Shiva erlag einer schweren Krankheit. Das berichtet der «Blick» mit Verweis auf sein engstes Umfeld. Demnach soll Shiva an Darmkrebs und einem Hirntumor gelitten haben. Die Diagnose für den Krebs habe er vor etwa zwei Jahren erhalten. Eine Chemotherapie habe nicht angeschlagen.

Shiva starb am Freitag um 13 Uhr, berichtet der Blick weiter. Auf seiner eigenen Website «mikeshiva.tv» bezeichnete er sich als der «berühmteste Wahrsager Europas». Shiva war unumstritten der bekannteste Esoteriker der Schweiz. Als TV-Wahrsager und Hellseher, Moderator und Reality-TV-Teilnehmer erlangte er Bekanntheit über die Schweiz hinaus. So nahm er 2018 am deutschen TV-Format «Promi Big Brother» teil.

«Lasse nur wenige Menschen an mich heran»

Noch im Juli hatte 20 Minuten darüber berichtet, dass Shiva 30 Kilogramm abgenommen habe. Er sagte damals, er habe seine Ernährung komplett umgestellt. Sport treibe er keinen.

Über das Privatleben Shivas ist wenig bekannt. Seine Eltern führten ein Restaurant. Einmal habe er eine langjährige Beziehung geführt, die aber zerbrach, sagte er der «Basler Zeitung» 2019. Seit da sei er single – und habe kein Problem damit. «Ich bin gerne alleine und lasse nur ganz wenige Menschen an mich heran», sagte er damals. Auch Sex hielt Shiva für «völlig überbewertet».

Markenzeichen Kopftuch

Shiva war zeitlebens davon überzeugt, hellsichtig zu sein. Er habe einen direkten Draht zum Universum, meinte er in einem 2018 veröffentlichten Buch. Mit seinen esoterischen Dienstleistungen, vor allem Kartenlegen, wollte Shiva nach eigener Aussage den Menschen Mut machen.

Shivas Markenzeichen war sein stets in variierenden Farben gehaltenes Kopftuch. Als Guru wollte er deshalb aber nicht wahrgenommen werden: «Der eigentliche Grund, weshalb ich mir ein Tuch um die Stirn binde, hat mit einem relativ schweren Unfall zu tun, den ich einst erlitten habe. Das Tuch, das ich während dieser Zeit trug, ist – heute als mein Markenzeichen – geblieben», sagte Shiva einst der Basler Zeitung.

(her)

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